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Wer sein Talent mit anderen messen möchte, liebt den Wettbewerb. Ein gelungener Wettbewerbsbeitrag ist eine gute Promotion in eigener Sache und somit als Akquisitions-Instrument nicht zu verachten. Oft locken neben viel Ruhm und Ehre auch lukrative Preise. Doch bitte achten Sie vor einer Teilnahme auf die jeweiligen Wettbwerbsbedingungen. Besonderen Augenmerk sollten Sie auf die Nutzungsrechte für Ihren Beitrag richten. Bleibt das Werk, das Sie einreichen, in Ihrem Besitz? Prüfen Sie genau, ob die Bedingungen Ihnen zusagen. Doch wie heißt es so schön? Wer wagt, gewinnt! Deswegen finden Sie hier eine alphabetisch geordnete Liste. Und Berichte zum Thema am Ende der Seite.
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Award of Typographic Excellence
Bayerischer Staatspreis für Nachwuchsdesigner
Designpreis der Bundesrepublik Deutschland
eva-award.de
inputoutput.de
Joseph Binder Award
Verleihung der Negativ- und Positiv-Preise 2008 auf der CeBIT in Hannover
Auch 2008 wurde dem Verein FIDIUS – Faire Designwettbewerbe e.V. eine große Anzahl mangelhafter bzw. unfairer Wettbewerbe zur Prüfung eingereicht, wovon vier besonders gravierend waren und den Negativ-Preis der FIDIUS-Jury kassierten.
4 Negativ-Preise für unfaire Design-Wettbewerbe
Die Negativ-Preise gehen an bekannte Unternehmen bzw. Institutionen, welche die Arbeit professioneller Gestalter als Selbstbedienung betrachten und aus dem Wettbewerb vorwiegend eigene Vorteile ziehen. Sie alle erwartet mit dem Negativ-Preis ein öffentlicher Rüffel, zugleich aber auch die dringende Aufforderung, künftige Ausschreibungen zugunsten der Urheber positiv zu verändern.
Ein Negativ-FIDIUS geht an die Süddeutsche Zeitung für den Wettbewerb „Im Bilde – Das neue Deutschland 2007“. der nicht nur unfair ist, sondern auch gegen die gesetzlichen Regeln verstößt, was den Verlag leider wenig störte.
Negativ-FIDIUS Nr. 2 geht an den Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, dessen Ausschreibungen eigentlich Vorbildfunktion haben sollten. Leider ist das Gegenteil der Fall: Die Teilnehmer werden mit windigen Versprechen eingelullt und obendrein sämtlicher Rechte beraubt.
Weitere Negativ-Preise gingen an die Wächtersbach Keramik GmbH, wo sich die „Preise“ in der kommerziellen Nutzung der Entwürfe erschöpften
sowie an die Rittal GmbH & Co. für ihre „Design Offensive 2009“, wo Produkt-Entwürfe in einem „kostenlosen workshop“ anzufertigen waren, die anschließend kommerziell - durch weitgehendes buy-out der Entwerfer - vermarktet werden.
Als Lichtblick gibt es aber auch einen Positiv-Preis
Dies ist der Bayerische Staatspreis für Nachwuchsdesigner, der 2008 zum 13. Mal verliehen wurde und vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie veranstaltet wird. Alle Kriterien sind beispielhaft klar definiert, und zwar unterschiedlich für die 6 einzelnen Designkategorien, ferner eine namentlich bekannte Jury für die einzelnen Fachrichtungen und Preise, die auch wirkliche Förderpreise sind: 7 500,00 Euro für jede Kategorie sowie Anerkennungspreise, die mit 1 000,00 Euro dotiert sind.
Hinzu kommt eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit für die Gewinner in Form eines attraktiven Kataloges sowie diverse Ausstellungen der ausgezeichneten Produkte.
Wer ist Fidius?
Der Verein Fidius – Faire Designwettbewerbe e.V. wurde 2006 von Rechtsanwälten und Designschaffenden gegründet, um den Wildwuchs von Design-Wettbewerben einzudämmen und für Ausgeglichenheit bei Vor- und Nachteilen für Veranstalter und Teilnehmer zu sorgen. Die ersten Rügen bzw. Belobigungen in Form eines Negativ- bzw. Positiv-FIDIUS erfolgten 2007 im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin.
Weitere Infos unter www.fidius-online.de
FIDIUS-Gütesiegel
FIDIUS bietet ab sofort die Vergabe eines Gütesiegels für faire Designwettbewerbe an. Gegen einen Pauschalpreis von 2.500,00 Euro werden geplante Ausschreibungen auf ihre Ausgewogenheit überprüft, wozu auch die rechtliche Zulässigkeit einzelner Regelungen gehört. Werden Mängel festgestellt, bespricht FIDIUS mögliche Änderungen mit dem betreffenden Veranstalter, bis das Siegel erteilt werden kann. Die fairen Designwettbewerbe wird FIDIUS bekannt geben, und die Unternehmen können sich mit der Auszeichnung in der Flut negativer Ausschreibungen positiv abgrenzen.
FIDIUS plant zudem ein Tagesseminar im vierten Quartal 2009, um Unternehmen mit fachlich fundiertem Rat bei der Formulierung von Ausschreibungen zu helfen. Nicht selten fehlt den Veranstaltern das nötige Wissen über Schutzrechte bzw. die Zahlung angemessener Vergütungen, womit sie ungewollt in die Kritik von FIDIUS geraten. Das Seminar ist in Düsseldorf geplant, der Termin wird nach Meldung von Interessenten mit der FIDIUS-Vorsitzenden, RA Sabine Zentek info(at)fidius-online.de abgestimmt. Die Kosten für die Tagesveranstaltung betragen 1.200,00 Euro, für Betriebe, die noch nicht länger als drei Jahre tätig sind, reduziert sich der Betrag auf 600,00 Euro.
Heide Hackenberg
Sprecherin FIDIUS – Faire Designwettbewerbe e.V.