Auch Designer können den Atomausstieg selber machen
Ich designe mit Windenergie
Mit Windenergie den Rechner hochfahren, Emails mit Geothermie abfragen, den Entwurf für den Kunden mit Strom aus Photovoltaik ausdrucken – um all das zu können, muss weder eine Windkraftanlage vor dem Bürofenster aufgestellt werden, noch müssen Löcher gebohrt oder das Dach mit Solarzellen bestückt werden. Einzig der Wechsel zu einem Energieanbieter für erneuerbare Energien ist notwendig, um ressourcenschonende und abgasfreie Energie nutzen zu können.
Niemand ist gezwungen, Atomstrom oder Energie aus Kohle zu beziehen, betont die Initiative „Atomausstieg selber machen“, die von Umweltverbänden und Verbraucherorganisationen im Oktober 2006 ins Leben gerufen wurde. Seit der Liberalisierung des Strommarktes gibt es etliche Stromanbieter, die ökologische Tarife im Programm haben oder komplett auf erneuerbare Energien setzen. Darunter sind regionale Anbieter wie diverse Stadtwerke, Großkonzerne und Energieunternehmen, die ganz und gar auf erneuerbare Energien setzen.
Vier bundesweit aktive ökologische Stromanbieter stellt die Initiative „Atomausstieg selber machen“ auf ihren Internetseiten vor: naturstrom ag, LichtBlick, Greenpeace energy und die ElektrizitätsWerke Schönau. Alle vier erfüllen die Kriterien
- nicht mit einem Stromkonzern verwoben zu sein, der Kohle- oder Atomstrom produziert.
- ausschließlich „Grünen Strom“ anzubieten (mind. 50% erneuerbare Energien, max. 50% aus gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen).
- bundesweit für alle Stromkunden anzubieten.
Dass Ökostrom teuer sein muss, stimmt nicht.
Ein Designer, der im Jahr in seinem Büro 1800 Kilowattstunden (kWh) verbraucht, zahlt beim Atomkonzern e.on Bayern im Tarif BasisPower 395,88 Euro pro Jahr. Bei naturstrom kostet die gleiche Menge Energie 441,90 Euro, Lichtblick bietet 1800 kWh im Jahr für 426,60 Euro an. Greenpeace energy (Werbeslogan: Anna fönen, Felix baden, Castor stoppen) berechnet für den Designerstrom pro Jahr 472,20 Euro. Etwas besonderes sind die Elektrizitätswerke Schönau, denn die Schönauer Bürger haben ihr örtliches Stromnetz gekauft, haben sich vom Atomstrom befreit und fördern mit einem Sonnencent weitere „Rebellenkraftwerke“. Der Schönauer Tarif „Watt Ihr Spart“ – im Zusammenspiel mit „Watt Ihr Volt“ – schlägt sich im Jahr bei 1800 kWh mit 429 Euro nieder.
Übrigens: Den Stromanbieter zu wechseln kostet nichts und ist sehr einfach. In der Regel kümmert sich der neue Anbieter um das Abmeldeverfahren beim alten Stromversorger. Lediglich etwas Zeit muss man haben: Der Wechsel von Vattenfall zu Lichtblick dauerte zum Beispiel circa drei Monate.
Mehr Informationen bei
www.atomausstieg-selber-machen.de
www.ews-schoenau.de
www.lichtblick.de
www.naturstrom.de
www.greenpeace-energy.de
bb





















