Mehr Bitteres
Nicht im grünen Bereich
G+J Wettbewerb »Grüne Wiese 2009« mit inakzeptablen Bedingungen
von Burkhard Marowski, Leiter Arbeitsgruppe Wettbewerbe im BDG
»Mit einer Idee fängt alles an«. Oh ja! ›Gruner + Jahr‹ hatte eine Idee – eine Idee, wie das Verlagshaus sich kostengünstig einen ganzen Pool an neuen Medienideen erschließen kann. Die Idee von ›Gruner + Jahr‹ heißt: »Grüne Wiese 2009 – G+J Deutschland sucht die Medienidee des Jahres« (http://www.gruenewiese2009.de/?c=). Gesucht werden Konzepte: für neue Magazine, Online-Formate und alle anderen Medienkanäle. G+J stellt in Aussicht, das siegreiche Konzept weiterzuentwickeln und gegebenenfalls an den Markt zu bringen. Was hier alles anfangen kann, für die Teilnehmer und für ›Gruner + Jahr‹ ...
»Mit einer Idee fängt alles an« – so lautet der Titel des Ausschreibungstextes. Und weiter heißt es: »Was wären wir ohne Ideen? Ideen kann man nicht kaufen.« Zumindest bei ›Gruner + Jahr‹ scheint der Ankauf von Ideen in den Rang einer Unmöglichkeit aufgestiegen zu sein und daher nimmt das Verlagshaus die Ideen zur Not auch geschenkt.
Oh, für das siegreiche Konzept gibt es schon einen Preis. Einen! Er beläuft sich auf 10.000 €. Wer wollte sich darüber beklagen, das ist eben das Risiko einer Wettbewerbsteilnahme. Obgleich: Nur ein Preis bei einem Wettbewerb, der von einem der führenden deutschen Verlagshäuser ausgeschrieben wurde ...? Aber sei es drum, auch ›Gruner + Jahr‹ muss sparen. Betroffen sind davon offenbar nicht nur der Personalbestand und die Veranstaltungs-, Spesen- und Reisekosten, sondern auch die Abteilung »Investition in zukunftsweisende Ideen«.
Da Not bekanntlich erfinderisch macht, sichert sich ›Gruner + Jahr‹ mit diesem Wettbewerb nämlich gleich die Rechte an einer Vielzahl neuer Medienideen, und zwar ganz und gar kostenneutral. »Mit der Teilnahme überträgt der Teilnehmer sämtliche Rechte an seiner eingereichten Idee exklusiv, zeitlich, inhaltlich und räumlich unbeschränkt auf G+J.« Das ist eine wahrhaft spektakuläre Idee, nachzulesen in den Teilnahmebedingungen, die im Übrigen nur sporadisch auf der Homepage einzusehen sind.
Insofern erklären wir den Wettbewerb um die beste Idee für beendet, da der Sieger bereits fest steht: The winner is G+J itself.
Zur Begründung: Die Ausschreibung verspricht einen maximalen wirtschaftlichen Vorteil für ›Gruner + Jahr‹. Besondere Erwähnung verdient auch die überaus treffende Namensgebung des Wettbewerbs. »Auf der grünen Wiese«, so heißt es bei Wikipedia, »wird als Formel (...) verwendet, um eine gedachte Situation zu bezeichnen, in der ein Konzept in Reinform umgesetzt werden könne, ohne dass Rücksicht auf gewachsene, meist organisatorische Bedingungen genommen werden müsse.« Spiel, Freiheit, keine Rücksicht auf organisatorische Bedingungen, wie lästige Fragen nach Rechten und Honoraren – all das ist mit dem Namen »Grüne Wiese« einzigartig erfasst.
Und ach ja, die Rechte können bei Nichtberücksichtigung zurückgefordert werden, natürlich im Nachhinein und nur auf Anfrage.
Der Sachverständige des BDG, Burkhard Marowski, hat im Auftrag des Bund Deutscher Grafik-Designer e.V. die Wettbewerbsbedingungen im einzelnen geprüft. Seine ausführliche Beurteilung finden Sie nachfolgend:
Teilnahmebedingungen:
Der Auslober setzt voraus, dass ihm »sämtliche Rechte« übertragen werden. Dieses Vorgehen offenbart eine ausbeuterische Grundtendenz des gesamten Wettbewerbs. Jeder Teilnehmer würde also mit seiner Teilnahme anerkennen, dass er mit diesem Knebelvertrag einverstanden ist.
Werden die Ideen des Teilnehmers nicht verwertet, so muss dieser sich selbst darum kümmern, dass ihm seine Rechte vom Konzern zurückübertragen werden. Diese Bedingung wird den Teilnehmern von einem der größten Medienkonzerne Europas zugemutet. Richtig wäre, dass alle Teilnehmer, außer dem Gewinner, unaufgefordert schriftlich darüber informiert werden, dass der Auslober des Wettbewerbs auf einen Anspruch »sämtlicher Nutzungsrechte« verzichtet und diese dem Urheber zur freien Verfügung zurücküberträgt. Diese Selbstverpflichtung des Auslobers würde diesem bei den Teilnehmern sicherlich positiv angerechnet werden.
Anonymität der Einsender:
Die Anonymität der Einsender ist nicht gewährleistet, da die Ideen nur online eingesandt werden dürfen. Daran ändert sich auch nichts, wenn G+J vor der Jurierung alle Einsendungen anonymisiert.
Preisgeld:
Der Wettbewerb teilt sich in zwei Teile. Teil 1 ist die Entwicklung einer Idee als schriftliche Niederlegung auf einem sogenannten Eingabeformular. Teil 2 betrifft diejenigen Teilnehmer, die aufgefordert werden, zusätzlich eine visuelle Umsetzung ihrer Ideen nachzuliefern. Die eingesetzte Preissumme zur Abdeckung des gesamten Zeit- und Arbeitseinsatzes ist auf 10.000 Euro festgesetzt. Offensichtlich gibt es keinen 2. und 3. Preis.
Verglichen mit der Anzahl der Ideen, die zu diesem Wettbewerb möglicherweise eingesandt werden, ist das dafür ausgelobte Preisgeld eine schlichte Unverschämtheit. Diese Summe würde nicht einmal ausreichen, die Nutzungsrechtseinräumung angemessen zu bezahlen! Die Ideen, die der Konzern vielleicht einheimst, hat er somit umsonst bekommen.
Würde der Auftrag an einen Kommunikations-Designer oder Designteam vergeben werden, müssten vom Auftraggeber ca. das 4- bis 8-fache der Vergütung bezahlt werden (abhängig von Rang und Ruf des Entwerfers). Bei der Bemessung des Preisgeldes ist ausschlaggebend, wie hoch der Nutzen für den Konzern ist. Der Höhe des Preisgeldes von 10.000 Euro könnte man entnehmen, dass G+J den eigenen Wettbewerb nicht sehr hoch einschätzt.
Jury:
Die Zusammensetzung der Jury besteht zu fast 100 Prozent aus Mitgliedern des Hauses G+J, in der Mehrzahl aus Chefredakteuren, Vorständen und Geschäftsführern des Konzerns. Die Liste der Jury führt 22 Namen auf, allerdings ohne die dazugehörige Funktion der Personen zu nennen. Ob sich darunter auch Fachkundige, wie z.B. Kommunikationsdesigner, Typografen, Fotografen, Konzeptioner, Texter etc. befinden, bleibt verborgen.
Insgesamt ist die Jury mit 22 Personen überbesetzt, was Entscheidungen verzögert und keine Garantie dafür gibt, dass der beste Entwurf auch gewinnt.
Fazit:
Von einer Teilnahme an diesem Wettbewerb ist daher dringend abzuraten. Die Teilnehmer sollten sich klar sein, dass sie im Falle eines Gewinns kaum eine Chance haben, ein angemesseneres Preisgeld als Gegenwert für die Nutzungsrechtseinräumung im Nachhinein durchzusetzen.
Ein Jahr freie Post!
Fast unbemerkt ist ein Geburtstag ins Land gegangen: Vor gut einem Jahr, im April 2007, erklärte das Bundespatentgericht die Löschung der Marke "Post" für rechtens. Wir wollen in Dankbarkeit dieses Entschlusses gedenken, der nicht nur zahlreichen Kurierdiensten nützt, sondern auch einem alltäglichen und gern gebrauchten Wort die Klassifizierung als Marke erspart hat.
Der Kollege Jörg Zimmermann – dem ich hier herzlich für seinen Hinweis danke – hat es bei einem Kunden hautnah erlebt: Der "Post Service Rhein Main" wollte seine Frankiermaschine ordnungsgemäß registrieren lassen, selbstverständlich bei der Post. Ein aufmerksamer Mitarbeiter derselben leitete die Information an die Rechtsabteilung weiter, der böse Brief ließ nicht lange auf sich warten. Es war nicht der einzige. In den Jahren 2004 bis 2006 verschickte die Post körbeweise Abmahnungen an Kurier- und Transportdienste.
Der "Post Service Rhein Main" wollte keinen Rechtsstreit riskieren und benannte sich um in "Mail Service Rhein Main". Das müsste er heute nicht mehr.
Denn das Bundespatentamt entschied, es fehle der Marke "Post" an der "erforderlichen Verkehrsdurchsetzung". Was bedeutet: Nicht jeder denkt automatisch an eben dieses Unternehmen, wenn das Wort "Post" fällt.
Wir dürfen also weiterhin ganz unbeschwert unsere Post aus dem Postkasten holen, viel Post bekommen oder sie verschicken, um die Postverwaltungen der Empfänger zu beschäftigen. Die Flaschenpost darf weiter in den Wellen schaukeln, und ohne zu Zucken dürfen wir jubeln: Hier geht die Post ab.
Und wir können seit einem Jahr einfach die Frage vergessen, wie ein Unternehmen dazu kommt, das alles für sich vereinnahmen zu wollen.
cs
Ab die Post: die besten Ideen frei Haus
Bereits im Frühling dieses Jahres online: der Mailing-Wettbewerb der Deutschen Bundespost. Die Werbeagenturen Deutschlands waren aufgefordert, sich in fünf Kategorien bundesweit zu messen. Dem Sieger winkten neben 3.000 Euro u.a. die "Aufnahme des Wettbewerbs in das Kreativranking von Horizont", die "Einverständniserklärung für die weiter gehende Nutzung durch die Deutsche Post AG" war freiwillig und "keine Voraussetzung für die Teilnahme". Auf Platz 1 und 2 im Listing der Jury: die Werbeagentur Jahn and Friends, Düsseldorf, nominiert für den Deutschen Dialog-Marketing-Preis und das Siegfried Vögele Institut, Bonn und Königstein, ein Tochterunternehmen der Deutschen Post AG und beschäftigt mit der Forschung und Vermittlung von Kenntnissen im Dialogmarketing. Ob und wie die Jury den Pool der Einsendungen für sich nutzt, wollen wir dahin gestellt lassen, aber die Äußerung einer Kollegin zitieren: "Es ist wichtig, jeden darüber aufzuklären, dass man sich bei Wettbewerben die Jury genau ansieht!"
Erst ab 12. Juni käuflich zu erwerben: ein Briefmarkensatz der Deutschen Bundespost zur Wohlfahrtspflege. Die Serie umfasst vier Motive, drei von ihnen sind Arbeiten von Usern der "fotocommunity.de". Hier lesen wir: "Die User wurden über die fc von einem Design-Büro kontaktiert und stellten daraufhin ihre Fotos zur Verfügung. Kostenlos, aber mit Stolz." Der Stolz sei ihnen unbenommen, doch auch hier möchten wir einen Kollegen zitieren: "Zu diesem 'Erfolg' darf man wirklich nur EINEM gratulieren - und zwar keinem geringeren Unternehmen als der Deutschen Post. Ein Unternehmen dessen Umsatzzahlen ich lieber nicht wissen möchte... bedient sich für lau aus einer Plattform, welche die Kunst der Fotografie offensichtlich als 'kostenlos verfügbar' erkennen lässt." Die ganze Diskussion lesen Sie hier – und an dieser Stelle bald mehr über Erfahrungen der AGD Kollegen und ihrer Kunden mit der Deutschen Bundespost: Zurück an Absender – "Post" ist keine Marke.
cs
Extrem großzügig
"extrem-print.de - Das Info- und Vergleichsportal für Druck und Werbung!" ist, so scheint es, ein Geschenk an die Menschheit. Betreiber Dirk Burgschweiger begrüßt die Leser im Impressum: "Seit dem 1. Januar finden Sie hier mein unabhängiges Info- und Vergleichsportal für Druck und Werbung. Mein Wissen und meine Erfahrung damit Sie Druckkosten senken und Erfolg steigern!"
Von extrem-print.de kann man sich zum Beispiel vergleichende Druckangebote kommen lassen. "Völlig kostenlos und absolut ohne Verpflichtungen". Und wenn das Gedruckte vorher noch gestaltet werden soll, ist man ebenfalls behilflich: "Das gibt es nicht! Gibt es doch! Ich helfe Ihnen KOSTENLOS bei der Gestaltung Ihrer neuen Broschüren. Sie erhalten von mir kostenlos fertige Druckdateien zum selbstgestalten. Ferner biete ich Ihnen eine kostenlose Dateiprüfung (Wert: 29,00 €). Gern gebe ich Ihnen auch - unabhängigen - Rat, Tipps und Hilfen, wie Sie mehr aus Ihren Broschüren machen können. Was Sie für diese umfangreiche Hilfe tun müssen? Melden Sie sich jetzt im kostenlosen Newsletter an!" Mit diesem Newsletter bekommt man dann laufend Profitipps, zusätzlich gibt es regelmäßig aktualisierte Reporte. Selbstverständlich ebenfalls kostenlos.
Sogar an Werbetexte hat Herr Burgschweiger gedacht: "Fesselnde und faszinierende Werbetexte sind das "A und O" Ihrer Flyer, Zeitungsanzeigen, Webseite und vieler weiterer Werbemedien." Da hat er Recht – und auch gleich das passende Angebot: "Mit dem eBook "Werbetexte selbst schreiben" erfahren Sie, wie Sie selbst Ihre Werbetexte schreiben und (sau)teure Werbetexter (Stundensatz bis zu 1.200,- €) sparen können. Sie erhalten das eBook FREI Haus statt 99,- € für sage und schreibe 39,50 € (!!!!!)"
Nun gut, das ist nicht ganz kostenlos, aber doch haarscharf daran vorbei. Und wenn man die kostenlose Datenprüfung und das Porto bedenkt, bleibt wirklich nichts mehr übrig. Nur noch die Frage: Wovon lebt Dirk Burgschweiger? Wir werden es wohl nie erfahren.
Und über die Stundesätze für Texter werde ich mit meinen Kunden wohl sprechen müssen.
cs
P.S. Herr Burgschweger hat seine Texte inzwischen "entschärft". Das freut uns.
Ehre und Karriere?
Liebe Kolleginnen und Kollegen, damit Ihr es gleich wisst: Der Wettbewerb "Ehre und Karriere" ist nicht unbedingt für Profis. "Jede Privatperson darf teilnehmen." "Egal ob du 18 oder 80 Jahre, Student oder schon berufstätig bist."
Was jede Privatperson tun darf, um zu Ehre und Karriere zu kommen, ist: einen Spot für einen der Sponsoren drehen – darunter so renommierte Unternehmen wie Edeka, Veltins, Fujicolor, die Hamburg Mannheimer, Sony und Rolf Benz. Einen Spot zu drehen, das ist ja heute kein Problem mehr, jede zweite Digi-Kamera und jedes dritte Handy besitzen schließlich eine prima Videofunktion. Und damit es auch locker und lustig weiter geht, sollen die "Regisseure ihrer eignen Ideen" ihre Filme bei Clipfish hochladen. Das ist die Website, wo in der Browserzeile steht: Lustige Videos – Gratis Fun Video – Deine funny Videos bei Clipfish.
Apropos gratis: Was gibt es eigentlich zu gewinnen? Außer der Ehre? Neben spaßigen Sachpreisen wie einer Bacardi Razz Party und einem Base 5 Vertrag von E-Plus, winken dem, dessen "Idee von einem Unternehmen gekauft wird", immerhin 25.000 € Copyright-Honorar. Dieses Honorar ist übrigens ganz unabhängig vom Votum der Jury, die aus den Besuchern von Clipfish besteht. Na, da hat doch der erwählte Filmschaffende richtig Grund zu lachen.
Alle anderen allerdings gucken in die Röhre. "Der Teilnehmer überträgt sämtliche Nutzungs- und Senderechte an seinem eingesandten bzw. hochgeladenen Beitrag bezogen auf alle denkbaren Medien... zeitlich und räumlich unbeschränkt sowie unentgeltlich auf die den Wettbewerb veranstaltenden Unternehmen gemäß Ziffer I 1. Die veranstaltenden Unternehmen sind zur Bearbeitung und Kürzung sowie zur Archivierung/Speicherung des eingesandten Filmbeitrags berechtigt.
Diese Unternehmen heißen: Serviceplan Gruppe für innovative Kommunikation GmbH & Co KG, eigenen Angaben nach "Deutschlands größte unabhängige Werbeagentur. Europafachpresseverlag GmbH, u.a. Herausgeber der Fachzeitschrift W&V. Und IP Deutschland GmbH, "eine der führenden Vermarktungsgesellschaften in Europa".
Alles Vollprofis, oder? Wir finden: Das ist weder lustig noch ehrenhaft.
Ein Logo-Versuchs-Projekt
In Zeiten wie unseren ist es auch an den Hochschulen immer wichtiger, sich zu profilieren. Das hat das Promotionskolleg für Geistes- und Sozialwissenschaften klar erkannt und sucht, mit Hilfe eines Logos seine "Corporate Identity" zu unterstützen. Das Promotionskolleg lädt alle Kreativen ein, sich zu beteiligen.
Gewünscht wird ein Logo, das kompatibel ist mit dem der Universität Marburg, "maximal 2-farbig; einsetzbar im Schriftverkehr, auf Webseiten und Plakaten; eine Umsetzung in Schwarzweiß (Fax/Kopie). Format: Ø Vektorgrafik z.B. eps-Datei (beliebig vergrößerbar unter Beibehaltung der Schärfe) und zudem als jpg-Datei; Ø Farbraum: CMYK; Ø Als Dateianhang per e-Mail."
Alles klar? Dann mal 'ran an die Kalkulation und frisch einen Preis ausgeschrieben. Das sollte auch den Geistes- und Sozialwissenschaftlern gelingen, selbst wenn sie nicht unbedingt zu den Zahlenmenschen gehören. Einen kleinen Hochschul-Bonus geben wir Gestalter gerne, schließlich haben die Unis ja meist kein Geld.
Doch, ach, was wirklich als Preis offeriert wird, spottet auch der geringsten und absonderlichsten Erwartung.
1. Platz: Gestaltung einer Kunstpostkarte, Bernstein-Verlag. Was das genau heißt, erfahren wir nicht. Darf der Gewinner zusätzlich umsonst eine Postkarte entwerfen?
2. Platz: Gutschein von Allmightys.com, "eine online community von Designern, Graphikern und T-Shirt Liebhabern mit Sitz in Berlin". Auch hier erfahren wir nicht, worin der Preis eigentlich besteht. Beim Studium der Website drängt sich jedoch der Verdacht auf, der Zweitplatzierte soll zusätzlich für lau ein T-Shirt gestalten.
Wir sind ratlos, das ist zu hoch für uns. Welcher subtile Sinn hat sich uns nicht erschlossen? Doch weiter unten werden die Formulierungen auch für uns wieder verständlich:
"Rechte an der Arbeit: Alle Nutzungs- und Verwertungsrechte an den Arbeiten werden dem Promotionskolleg auch über den Wettbewerb hinaus zur freien Verwendung übertragen."
Wir finden, dieser Wettbewerb ist weder geistvoll noch sozial und vermuten eine Studie am lebenden Subjekt. Nachfragen zur Versuchsanordnung richten Sie bitte an das Promotionskolleg für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Marburg. cs
Was für ein Wurf!
Ab Mitte März müssen wir uns alle neu orientieren, denn ab diesem Zeitpunkt wird alles anders.
Christhard "Otto" Landgraf
Gleichzeitige Miterregung
Die Deutsche Synästhesie-Gesellschaft e.V. (DSG) sucht ein Signet. Für die Nicht-Mediziner unter uns: "Das Wort Synästhesie ist abgeleitet von den altgriechischen Wörtern syn (= zusammen) und aisthesis (= Empfinden), laut Duden die gleichzeitige Miterregung eines Sinnesorgans bei Reizung eines anderen." Das klingt spannend und wir verstehen das Anliegen: "Das Logo soll zum Thema Synästhesie und zum Leitbild der DSG passen und könnte folgende Assoziationen hervorrufen: Synästhesie; Sinne; Sinneswahrnehmungen; Gleichzeitigkeit; Vielseitigkeit; Einzigartigkeit; Freundlichkeit; Offenheit; Leichtigkeit; Lebendigkeit; Kommunikation." Auch mit den technischen Anforderungen kennt die DSG sich aus und weiß: Ein Signet muss sich verkleinern und faxen lassen können. Alle entsprechenden Umsetzungen sind gefordert.
Eine anspruchsvolle Aufgabe, die durchaus reizvoll ist. Stellt sich nur noch eine Frage: Was gibt es dafür?
"Die besten drei Entwürfe werden mit einem Amazon-Gutschein prämiert.
- 1 x 1. Preis 100,- €
- 2 x 2. Preis 50,- €"
Dafür gehen auch noch "Copyright und Urheberrecht sowie alle Rechte an den prämierten Entwürfen (...) an die DSG über, die es sich vorbehält, einen Entwurf oder eine Mischung aus mehreren Entwürfen als CD und als Logo zu verwenden." Da wüssten wir doch gerne, welche gleichzeitigen Miterregungen die Kollegen in Anbetracht eines solchen Ansinnens empfinden. cs
Gemischter Müll!
Der Name der Website www.undertool.de ist Programm, ihr Sinn besteht darin, d'runter zu bleiben. "Handwerker und Dienstleister" haben die Chance, sich für die geringst mögliche Summe zu verdingen. Und potenzielle Auftraggeber können auf dieser Website Jobangebote abgeben, mit denen sie sich im realen Leben wohl unter niemandens Augen trauen würden. Die Firma meltom aus Mannheim z.B. bietet aktuell 100,- Euro für ein "Logo für eine Firma". Inklusive Mehrwertsteuer, inkl. Fahrtkosten, inklusive Material. Und " Änderungen sind solange durchzuführen, bis der Auftraggeber zufrieden ist." Das kann dauern.
Möglicherweise gibt es deshalb für diesen Auftrag – immerhin seit dem 6. November online – noch keine Gebote. Aber wer mit den Herrschaften ins Geschäft kommen will, hat noch bis zum 5. Januar Zeit. Jedoch sollten Sie vielleicht die Branche wechseln. Für das Auswechseln einer Windschutzscheibe bei einem Mercedes LKW bietet meltom immerhin 300,- Euro. Inklusive Mehrwertsteuer, inklusive Scheibe. Und für das Entsorgen von 10 Kubikmetern gemischtem Müll ganze 200,- Euro. Nur inklusive Mehrwertsteuer – den Müll müssen Sie nicht selbst mitbringen. cs
Designförderung in Eigenregie?
Im letzten Monat erhielten Kollegen eine Einladung vom Designzentrum Bremen zur Veranstaltung "Softwaretools zur Planung und Gestaltung der Unternehmens- Kommunikation" Allerdings nicht nur sie, sondern auch potenzielle Auftraggeber. Denn, so formuliert es die Einladung: "Zum einen wollen die Kommunikations- Agenturen ihre Kunden mit einem hohen Qualitätsanspruch bedienen. Zum anderen werden von den Unternehmen eine hohe Effizienz in der Bereitstellung und die Möglichkeit zum individuellen Eingreifen in den Gestaltungsprozess meist erwartet."
Individuelles Eingreifen? Noch klarer wird das Ziel im Programm: "Daten zur werblichen Nutzung, wie Firmenlogo, Produkttexte, Bilder, Videos sind vielfach bereits im Unternehmen vorhanden und könnten direkt verwendet werden. Warum nicht selber damit arbeiten und seine eigene Werbekampagne erstellen? Die Werbeagentur TLC hat zu diesem Zweck die Software ADiT X® entwickelt, damit insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen in Eigenregie zeitnah ihre Werbekonzepte erstellen und umsetzen können."
Jedes Unternehmen ist somit seine eigene Werbeagentur und sein eigener Designer. Wer muss schon gestalten können, wenn er die richtigen Software-Tools beherrscht? Was die "tlc communications" von diesem Vortrag hat, können wir durchaus vermuten. Rätselhaft bleibt hingegen die Intention des Designzentrums Bremen. Träger ist die Bremer Design GmbH, die sich u.a. "Designförderung" auf die Fahnen geschrieben hat. Was sie damit wohl meint? cs
Foto: Jürgen Howaldt
Sechs Gründe …
… führt die Logokommission von Bündnis 90/Die Grünen unter Leitung von Claudia Roth an, aus denen ein neues Logo her muss (>>). Alle Gründe sind nachvollziehbar. Ein Grund ist inhaltlicher Art: Weil das Bündnis 90 und die Grünen zusammengewachsen sind, braucht’s was Neues. Die anderen fünf Gründe sind rein technischer Natur und bescheinigen dem alten Logo fatale handwerkliche Mängel. Da fragt man sich, warum es seit 1993 gedauert hat, bis man das bemerkte.
Jetzt werden nach einem missglücktem Versuch (2006) drei neue vorgestellt und zur Wahl gestellt. Vor diesem Hintergrund stellen sich mir drei Fragen.
1. Ist das alte Logo für den jetzigen Zustand der Partei verantwortlich? Wir als Designer wissen, ein Logo, ein Corporate Design wirkt nach außen und innen …
2. Bei der Entscheidung für ein neues Logo geht es um sehr viel: Neue Sichtweisen, neue Positionierung, veränderte Bedingungen, neue Inhalte, … Bei den vorliegenden neuen Entwürfen frage ich also: Wo ist das Neue? Traditionell und konservativ: Da reihen sich auch die verwendeten Schriften Futura (um 1930) und Avant Garde (1970) mit ein.
3. Design und Demokratie? Eine Wahl wird nur zur echten Wahl, wenn ich Alternativen habe, und wie bei einer richtigen Wahl muss ich hinter den äußeren Schein gucken, die Inhalte zählen. Aber bei der Vorstellung der drei Neuen werden nur formale Gesichtspunkte herangezogen. Ist die Partei dort angekommen, wo die anderen Parteien schon sind: inhaltsleer und konfliktscheu.
Mein Vorschlag: Für jede Legislaturperiode neue Visionen und Positionen entwickeln, dazu ein wirklich neues Logo von kompetenten Designern entwerfen lassen, und bei der Bundestagswahl entscheidet das Wahlvolk über das Logo und den Inhalt – und somit über die Partei.
Christhard „Otto“ Landgraf
PS: Interessant ist auch der fontblog zu diesem Thema.
Daneben gesetzt: Der Wettbewerb s.i.t
"Das Unternehmen JORI kreiert zeitgenössische Sitzmöbel aus Leder in hochwertiger Verarbeitung." Oder vielmehr: Es lässt kreieren. Aktuell im Wettbewerb s.i.t, der Designer aufruft, ein "polyvalentes" Sitzkonzept zu entwickeln. Dazu wünscht sich das Unternehmen jede Menge Sofas, Eckensembles, Hocker in verschiedenen Größen, dazu Salontischchen, alles dargestellt in diversen Beschreibungen und Modellen. Dem Sieger winken als Lohn für diese gewaltige Arbeit 25.000 Euro, weitere 15.000 verstreut die Jury nach Belieben. Ach ja: Nicht auf der Website zu lesen sondern nur in den englischsprachigen Unterlagen: Alle Rechte und Patente überträgt der Teilnehmer an JORI.
Sven Bersch AGD kommentiert:
Designer – eine Spezies mit unermüdlichem Hang zur Selbstzerstörung?
Wie kann es sein, dass Gestalter sich oft ungerecht behandelt fühlen, wenn ihre eigentlich selbstverständlichen Nutzungsrechte fast schon standardmäßig von Unternehmen missbraucht werden? Wenn sie immer wieder versuchen müssen, sich selbst zu legitimieren, um als vollwertige Geschäftspartner respektiert zu werden?
Sicher ein Zustand, der verschiedenste Ursachen hat – sicher aber zum größten Teil, und das steht fest: aus selbstverschuldetem, geradezu stoisch konstantem Fehlverhalten.
Wer nicht selbstverständlich für seine Rechte einsteht, der kann auch nicht verlangen, von der Gegenseite ernst genommen zu werden und der hat es dann wohl auch nicht anders verdient.
So weit, so gut, einen Haken hat die Sache jedoch: mit einem solchen Verhalten verdirbt der Designer nicht nur seine eigene Existenz, sondern er zerstört damit auch verantwortungslos die seiner Kollegen!
Unternehmen, die in unserer Zeit mit intelligenten Innovationen und Know-how ihren existenziell wichtigen Wissensvorsprung erzielen, und sich der Rohstoffe Innovation und Entwicklung unfair bedienen, sollte dieses unmöglich gemacht werden.
Aber wie kann das funktionieren, wenn diese Unternehmen in ihrem kriminellen Handeln noch von den Geschädigten selbst unterstützt werden?
Gerade diejenigen, die Verantwortung tragen und als Lehrende oder bekannte Größen unseres Berufsfeldes tätig sind, versagen dabei kläglich, obwohl sie am wenigsten Probleme dabei haben sollten, sich kompetent zu verhalten.
Ein Fall aus der Gegenwart:
Es kann doch nicht ernst gemeint sein, wie sich einige bekannte Damen und Herren einer Jury für das international agierende Möbelunternehmen JORI verhalten, bzw. dass sie sich für ein so agierendes Unternehmen hergeben.
Wer sich für die Jury eines Designwettbewerbes ("Search International Talent") anheuern lässt, bei dem alle entwickelten Designs und Nutzungsrechte zeitlich unbegrenzt, weltweit und allumfassend inklusive aller etwaigen Patente auf das ausrichtende Unternehmen JORI übertragen werden, der macht sich mitverantwortlich für den Verfall unserer Branche.
Dabei ist der Gipfel der Ironie, dass wir uns bei der vorliegenden Wettbewerbsthematik in einem Bereich (Möbelbranche) bewegen, in dem es ohnehin schon üblich geworden ist, Entwicklungsarbeiten nicht zu vergüten und den Gestalter und Entwickler erst ganz am Ende (nicht selten erst nach Jahren) über Lizenzen beim Verkauf der Produkte zu beteiligen. – Und mit einem lächerlichen unverhältnismäßigen Preisgeld als "große Geste" werden hier auch noch die Nutzungsrechte des Schaffenden eingesackt – ein Schlag ins Gesicht!
Ich kann nur von der Teilnahme an solchen Wettbewerben abraten und erwarte von jedem Kollegen und speziell von den Lehrenden an Universitäten und Schulen das gleiche verantwortungsvolle Handeln gegenüber sich selbst, den Kollegen und dem Nachwuchs.
Design ist ein Geschäftszweig wie jeder andere auch, der seine eigene wirtschaftliche Grundlage schaffen muss, um sich mehrwertig für seine Kunden zu erhalten und entwickeln zu können, damit er die an ihn gestellten Anforderungen der beauftragenden Unternehmen erfüllen kann.
Für diejenigen, die keine wirtschaftliche Grundlage aus ihren Designleistungen erschaffen müssen, gibt es sicher sinnvollere Felder, als die Unterstützung und Förderung unlauter agierender Firmen.
Eins noch: wer wirklich den Wert einer neuen Entwicklung so schätzt, wie er es öffentlich kundtut, für den ist eine faire Honorierung der Nutzungsrechte, der Erwerb von Patentrechten und eine vernünftige, fruchtbare und respektvolle Zusammenarbeit mit den Entwickelnden selbstverständlich.
Sven Bersch
Wettbewerb unter www.jori.com/sit
En garde! Die Folge
Vor rund einem halben Jahr berichteten wir an dieser Stelle über den Wettbewerb des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim. Dem "erfolgreichsten Sportverein der Welt" waren Slogan und Signet, die "in alle Welt getragen werden" sollten, immerhin ein Mobiltelefon und einen Flachbildschirm wert.
Jetzt sind wir in der glücklichen Lage, Ihnen das Ergebnis präsentieren zu können. Wir möchten es nicht kommentieren, sondern das den "Fränkischen Nachrichten" vom 12. Mai 2007 und den "Verantwortlichen des Vereins" überlassen:
"Die Verantwortlichen des Vereins haben sich in den vergangenen Monaten intensiv um ein neues Logo und einen aussagekräftigen Slogan bemüht und nun entschieden, ein im Haus der "Sport Marketing Tauberbischofsheim GmbH, SMT" entworfenes und umgesetztes Jubiläumslogo für diesen Auftritt auszuwählen. Einmal mehr habe Uwe Birkefeld, Mitarbeiter der SMT, nach einem hausinternen Ideenwettbewerb die Faszination des Fechtsports trefflich umgesetzt, betonen sie. 'Gelungen die Synergien aus dem Jahresdatum, eine dynamische 40, der Fechtwaffe und den attraktiven Sehenswürdigkeiten der Stadt Tauberbischofsheim, umrahmt von Olympischen Medaillen. In die Planche eingearbeitet ist der Slogan Faszination Fechten, eine wirkungsvolle Präsentation der zu feiernden 40 Jahre Fecht-Club Tauberbischofsheim."
Dumping im Westerwald
Der Stöffel-Park liegt im schönen Westerwald und verspricht ein dreifaches Erlebnis für ortsansässige Besucher und Touristen: als Fossilienlagerstätte, als Industriedenkmal und als Steinbruchgelände. Ein dementsprechend komplexes Signet, in dem drei Farben für die drei Erlebniswelten stehen, repräsentiert seit seiner Gründung im letzen Jahr das "bedeutsame Großprojekt". Doch nun reicht das nicht mehr, der Entwicklungszweckverband Region Stöffel wünscht sich ein komplettes Erscheinungsbild auf der Grundlage dieses Signets. Und schrieb einen AGD Kollegen an.
Das ist gut. Denn "Innovation, Kreativität und Flexibilität" sind gefragt. Und es gilt, ein "stimmiges Gesamtbild nicht nur im Druckbereich zu entwickeln", das "Touristen, Westerwälder und Politiker" gleichermaßen überzeugt. Für diese Aufgabe braucht es wirklich einen ausgemachten Profi.
Im weiteren Text las der Kollege das künstlerisches Verständnis doch bitte mit wirtschaftlicher Zielerreichung zu kombinieren sei. Und wurde zum Beweis seiner Fähigkeit und Willigkeit aufgefordert zu einem "'kleinen' Wettbewerb": Ein Informationsflyer soll entworfen werden "in Form eines 3-Farben-Andruckes (und CD)". Als Aufwandsentschädigung winken 150,- Euro.
Sehr geehrter Zweckverband, der Zweck eines Wettbewerbs ist nicht die Ausbeutung von Designern, und einen Flyer entwickelt man nicht vor dem CD. Schon längst nicht den "stimmigsten und kreativsten". Gern versorgt Sie die AGD mit weiteren Informationen. cs
Abgerutscht!
Galaxy Erding sucht das Glück bei kreativen Kindern
Das Rutschenparadies in der Bayrischen Hauptstadt hat Superlative zu bieten: "modernste Technik" und die "längste Indoorrutsche Europas". 1.200 galaktische Rutschenmeter verspricht die Website – in den Schwierigkeitsstufen "Family", "Action" und "X-treme". Doch damit hört der Spaß nicht auf, jetzt soll auch noch ein Maskottchen her. Es soll Kinder, Jugendliche und erwachsene "Rutschenkönige" gleichermaßen begeistern und darf gern auch einen eigenen Namen tragen. Eine durchaus reiz- und anspruchsvolle Aufgabe für spezialisierte Designer, vielleicht sogar im Verbund mit einem Texter?
Nein, nein, das ist eine Aufgabe für Schulkinder. Von allen Gymnasien, Haupt- und Realschulen Bayerns dürfen sie sich beteiligen. Zwar geht der Gewinner wahrscheinlich leer aus, seiner Schule hingegen winken immerhin 250 Euro – im Artikel der Zeitschrift S-Takt als "Geldspende" bezeichnet. Das ist nicht einmal ein Taschengeld für Kinder, die bei Zeiten lernen, dass man seine besten Ideen verschenken soll. cs
Dazu: "Kinderarbeit in Deutschland." Der AGD Kollege Armin Schöntag schrieb einen offenen Brief an die Therme Erding. PDF
Ein Schwein kommt selten allein
Sie haben gedacht, nur im Mediamarkt sei es saubillig? Weit gefehlt! Auch notebooksbilliger.de lockt mit Schnäppchen und Schweinen. Und mit einem ganz besonderen Wettbewerb: Die Besucher der Website dürfen saumäßige T-Shirt gestalten, die dann von anderen Besuchern bewertet werden.
Bedingung: "Der Einsender überträgt mit sofortiger Wirkung sämtliche Leistungsschutzrechte und Urhebernutzungsrechte, insbesondere die Nutzungs-, Bearbeitungs-, Vervielfältigungs- und Verwertungsrechte, an seinem Design unentgeltlich, zeitlich, örtlich und sachlich unbegrenzt ausschließlich auf die notebooksbilliger.de GmbH und verwandten Unternehmen. Der Einsender darf somit sein Design nicht anderweitig verwenden." Lasen wir das nicht gerade schon irgendwo anders?...
Ach ja: Wer auf seinem T-Shirt-Entwurf in einem Monat die meisten Stimmen anderer Seitenbesucher vereinen kann, bekommt z.B. ein Notebook und 5 T-Shirts, bedruckt mit seinem Design. Alle anderen bekommen natürlich nichts. Saublöd! cs
Die Internet-Arbeitsgruppe Malsch
Auch kleine Gemeinden haben Sinn für große Ideen. Das beweist uns Malsch. Die Gemeinde Malsch liegt etwas südlich von Karlsruhe und hat einen Internetauftritt der "nun schon einige Jahre alt ist". Den will man aktualisieren, dazu braucht es Logo und Slogan – und Malsch braucht Hilfe. Doch nicht etwa von Grafik-Designern und Textern, nein, nach der Hilfe der Bürgerinnen und Bürger wird gerufen.
Denn "Die Internet-Arbeitsgruppe der Gemeinde ist davon überzeugt, dass es viele kreative Bürgerinnen und Bürger in Malsch gibt, die vielleicht auch in Sachen Logo und Slogan gute Ideen haben." Das haben sie bestimmt. Und " Alle Ideengeber nehmen als Dank an einer Verlosung teil."
Der Kollege, der uns auf diesen hübschen Wettbewerb aufmerksam machte, schrieb "ganz besonders gespannt bin ich auf die sicherlich reizvollen preise bei der verlosung und natürlich auf das ergebnis des bürgerkreativwettbewerbs." Zu Recht! Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung der Geschichte. cs
Der Beck’s it Wettbewerb verstößt gegen das Reinheitsgebot
Bier zu verkaufen, ist schwieriger geworden, und die Brauereien produzieren inzwischen diverse lustige Bier-Mischgetränke, um Abhilfe zu schaffen. Doch so richtig zu funktionieren scheint das nicht. Da hilft doch vielleicht ein neues Etikett. Ein Design-Etikett.
"Ja, ich bin mindestens 18 Jahre alt" versichere ich der Website, und schon bin ich einen Schritt weiter: beim Designwettbewerb. "Profis hier entlang: Neue Produktausstattung für Beck's entwerfen und gewinnen!" Aha, die Brauer achten auf Qualität und wollen Profis – und nicht jeden Beck's Heavy User zum Gestalten animieren. Das klingt viel versprechend, also klicken wir auf "hier entlang".
"Beck's ruft professionelle Gestalter auf, eine neue Produktausstattung für eine "Design Edition" von Beck's zu entwerfen. Gestaltet werden müssen Etikett, Halsfolie sowie eine Sixpack-Umverpackung. Ziel des Wettbewerbs ist es, individuelle und innovative Design-Ideen rund um Beck's zu entwickeln."
Das leuchtet ein. Nun zum rot Gedruckten "Dem Gewinner winkt ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro sowie 100 Kisten der selbst entworfenen Design Edition."
Für den Zweiten gibt es 1.500 Euro + ein MacBook, für den Dritten 500 Euro + eine Heimzapfanlage. Das heißt, dass Beck's die allermeisten der rundum entwickelten Design-Ideen geschenkt haben will. Und zwar ganz augenscheinlich mit der Absicht, sie zu verwenden. Denn kommen wir von der Website zum Teilnahmebogen – quasi vom rot Gedruckten zum klein Gedruckten – lesen wir:
"Der Einsender überträgt mit sofortiger Wirkung sämtliche Leistungsschutzrechte und Urhebernutzungsrechte, insbesondere die Nutzungs-, Bearbeitungs-, Vervielfältigungs- und Verwertungsrechte, an seinem Design unentgeltlich, zeitlich, örtlich und sachlich unbegrenzt ausschließlich auf die InBev Deutschland Vertriebs GmbH & Co. KG. Der Einsender darf somit sein Design nicht anderweitig verwenden."
Wir finden: Auch für Wettbewerbe sollte ein strenges Reinheitsgebot gelten und empfehlen den Kollegen, gegebenenfalls die Biermarke zu wechseln. cs
Manche Wasser fallen tief. Eine Nachlese
"Waterfalls-Berlin ist die Immobilie für Unternehmen, die mehr wollen, als funktionale Büroflächen. Eine Immobilie mit eigenem 'Spirit' und Raum für professionelles und trotzdem entspanntes Arbeiten." Ein Themenhaus soll in der Berliner Reinhardtstraße 52 entstehen für Unternehmen aus den Bereichen Design Verlag, Medien und Werbung.
Für dieses durchaus reizvolle Vorhaben wollten die Initiatoren eine Wort-Bildmarke entwickeln lassen. "Das zu entwickelnde Logo soll Namen, Hülle (das Haus) und Inhalt des Designhauses Waterfalls-Berlin wiedergeben bzw. damit korrespondieren und die Zielgruppe wirkungsvoll und zeitgemäß ansprechen." Ergänzend wurde der Relaunch einer bereits bestehenden Website gewünscht – inkl. Programmierung.
Vergütung: 3.000 Euro für den Sieger. Für alles. Für alle anderen nichts.
Jury: Vertreter des IDZ Internationalen Design Zentrums (zu diesem Zeitpunkt einziger Mieter in der Reinhardstraße 52), des Kommunikationsverbandes und der Deka Immobilien Investment GmbH.
Adresse für die Zusendung: IDZ Internationales Design Zentrum Berlin, Andreas Kuhn-Fischer, Projekt Waterfalls-Berlin, Reinhardtstr. 52, 10117 Berlin
Die Ausschreibung wurde per e-Mail an Designer und Designbüros versandt und führte bei den Empfängern zu heftiger Irritation. Verstärkt durch die Tatsache, dass Erik Spiekermann Vorstandmitglied im IDZ ist – ein Großer der Branche, der sich stets vehement gegen derartige Pitch-Praktiken geäußert hatte.
Wir haben recherchiert.
Erik Spiekermann, zum Zeitpunkt des Vorfalls in San Francisco, war an dem Pitch nicht nur gänzlich unbeteiligt, sondern auch der erste, der protestierte, nachdem er selbst eine Einladung zur Ausschreibung erhalten hatte:
"Das ist ein ziemlich unglücklicher beginn für ein solches projekt. Eine völlig offene ausschreibung, ohne jede verbindliche regelung der rechte, ohne namen der jury, und dann für 3000 euro alles gestalten, einschliesslich einer kompletten website? Das ist mindestens das zehnfache wert an honoraren. Wer dabei mitmacht, den möchte ich nicht als nachbarn haben.
Wenn ein kommerzieller betreiber so etwas macht, dann bitte auch unter kommerziellen bedingungen. Es gibt von allen berufsverbänden bedingungen für offene wettbewerbe, und diese ausschreibung widerspricht ihnen. Ausgerechnet im zusammenhang mit dem IDZ wäre es angeraten, etwas besser vorbereitet zu sein.
Ich kann allen kollegen nur abraten, sich an solch einer pauschalen und amateurhaft vorbereiteten ausschreibung zu beteiligen. Und dem IDZ rate ich dringend, dafür unsere mitgliedsadressen nicht zur verfügung zu stellen.
Gruss aus San Francisco"
Weiter schrieb Erich Spiekermann an Heide Hackenberg AGD: "Du siehst, wir ziehen an einem strang! Danach habe ich noch einmal an alle vorstände des IDZ geschrieben und inzwischen ist es ein echter fall geworden."
Das gemeinsame Ziehen hat etwas bewirkt, der Fall ist abgeschlossen. Wenige Tage später zog Andreas Kuhn-Fischer die Ausschreibung zurück, wobei er auch die Verantwortlichkeiten klärte: "Es ist die Deka Immobilien Investment GmbH und nicht das IDZ, Internationales Design Zentrum Berlin e.V."
Es gehört zu den menschlichen Stärken, aus Fehlern zu lernen, und so sind wir gespannt auf die nächste Ausschreibung von Waterfalls-Berlin; sie ist bereits in Aussicht gestellt. cs
En garde!
Der Fecht-Club Tauberbischofsheim wird 40 Jahre alt. Ein Ereignis, das größer ist, als es uns Unbedarften zunächst scheint. Die 'Fränkischen Nachrichten' jedenfalls sind bereits im Vorfeld voll des Lobes und der Huldigung. "Mit über 160 Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen ist der Fecht-Club Tauberbischofsheim der erfolgreichste Sportverein der Welt." Er hat den Bekanntheitsgrad der Stadt erhöht, ihr Image verbessert, gar die ganze Region geprägt. Außerdem hat der Olympiastützpunkt Zehntausende von Besuchern angelockt, die Tausende von Übernachtungen pro Jahr buchen.
"Fecht-Club sucht ein Jubiläums- Slogan" ist die Schlagzeile und der Anlass für den rühmenden Bericht.
Die Texter unter den Lesern beginnen zu hoffen. Sportliche Eleganz und wirtschaftliche Kraft könnten hier eine perfekte Verbindung eingehen. Wenige Zeilen später hoffen auch die Grafik-Designer, denn ein Logo wünscht sich der Fechtclub ebenfalls. Dabei sind der Kreativität "keine Grenzen gesetzt, außer durch en Einsendetermin." Das ist der 31. Januar 2007.
"Den Preisträgern winken" – jetzt sind wir gespannt – "attraktive Sachpreise wie Samsung-Handy, ein 19 Zoll Flachbildschirm oder eine Samsung-Hausmusikanlage."
"... und wer weiß, bald wird ein neues Markenzeichen und der neue Werbeslogan die Jubiläumsaktivitäten begleiten und in die Welt getragen." Damit reden wir bei einer auf ein Jahr begrenzten Nutzung laut Vergütungstarifvertrag über eine Summe von rund 4.000 bis 10.000 Euro, für das Signet noch etwas mehr.
Verehrte Fechter aus Tauberbischofsheim! Ihren Wettbewerb als unsportlich zu bezeichnen, ist eine vornehme Untertreibung. Wer mit Florett, Degen oder Säbel nicht umzugehen weiß, dem geht bei Ihrem Ansinnen schlicht das Messer in der Tasche auf. cs
Schiffbruch erlitten: der Wettbewerb der Deutschen Challenge
Eines der wenigen Dinge, die wir heute noch so exklusiv wie aufregend finden, ist eine Rennyacht. Und so scheint es eine traumhafte Aufgabe zu sein, vor die uns die Deutsche Challenge stellt: Gestalten Sie die deutsche Rennyacht.
Die genauen Vorgaben sind aus den Teilnahmeunterlagen ersichtlich, eine internationale Jury aus Design- und Segelexperten wird entscheiden und (fett gedruckt) "Die Teilnehmer verzichten mit der Teilnahme auf ein Honorar und auf die Nennung als Gestalter." Außerdem: "Die Deutsche Challenge 2007 kann neben der Einräumung der Nutzungsrechte auch die kostenfreie Übertragung des Eigentums an dem Werk verlangen."
Was so verheißungsvoll begann, erinnert dann im Weiteren doch eher an den Umgang mit Galeerensklaven. Weniger als oben beschrieben kann man nicht bieten. Und mehr nicht falsch machen.
Wir wünschen der deutschen Crew allzeit volle Segel und 'ne Handbreit Wasser unterm Kiel – ihrer gänzlich ungestalteten Yacht.
Teuer: der "Designpreis der BRD"
Für die "offizielle Design-Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland" kann man sich nicht bewerben, die Wirtschaftsministerien der Länder oder das Bundeswirtschaftsministerium "nominieren" die Kandidaten. Teilnehmen dürfen die Nominierten jedoch erst dann, wenn sie 210,- Euro an den Veranstalter "Rat für Formgebung" bezahlt haben. Was deren Website verschweigt.
Für die 25 Gewinner wird der Spaß noch erheblich teurer: 2.900,- Euro werden pro Auszeichnung in Gold und Silber fällig. Das entspricht ungefähr dem dreifachen Monatseinkommen eines durchschnittlichen KSK-Mitglieds.
Rund 800 Nominierte und 25 Gewinner hat es im letzten Jahr gegeben – das macht rund eine viertel Millionen Euro. Bezahlt von Designern für den "Preis der Preise".
Doch es regt sich Widerstand. Der Verein FIDIUS hat einen offenen Brief an den zuständigen Minister Glos verfasst, einen anderen die Designerin Juli Gudehus. Wir empfehlen beide zum Download. Und einen Blick in (oder auf?) "Ehrensenf": www.ehrensenf.de/2006/05/11/designpreis-2007-revopower-tiny-plaid-ninjas/
Soviel sei hier verraten: Der Internet-Fernsehsender Ehrensenf hat den Preis abgelehnt, um sich nicht verschulden zu müssen. Es gibt halt Preise, die kann man sich nicht leisten.
Heiße Luft
Das finden wir konsequent: Wer eine rauchfreie Zigarette verkaufen will, schreibt einen geldfreien Wettbewerb aus. So jedenfalls tut es Cobracrest für die Verpackung der Zigarettenmarke Bel Air. Teilnehmen dürfen Studierende, Amateure und Profis (in dieser Reihenfolge).
Wir zitieren: "Im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten enthält Bel Air keinen Tabak, sondern ausschließlich Nikotin und Aromastoffe, welche sich in einem Filter befinden. Vor jedem Konsum einer Bel Air stecken Raucher einen neuen auf einen dafür vorgesehenen Stick. Dieser fungiert als Heizstab, um das im Filter befindliche Nikotin zu lösen." Hat jemand Lust, eine zu rauchen?
Wer den Wettbewerb um die Verpackung des Zigaretten-Surrogats gewinnt, bekommt als Vergütungs-Surrogat ein World-Flugticket (1. Platz), ein Europa-Bahn-Ticket (2. Platz) oder ein Fahrrad (3. Platz). So also sieht Fortschritt aus.
Susy Card? Geschenkt!
Sicher waren die Verantwortlichen bei Herlitz mit ganzem Herzen und kühl rechnendem Kopf dabei, als sie sich diese Ausschreibung für ihre Marke Susy Card überlegten: Zueinander passende Designvorschläge sollen gemacht werden für Geschenkpapier, Geschenktüten, Servietten und Glückwunschkarten. Möglich sind die hübschesten Themen von "Ostern" über "Romantik" bis "Winterzauber". Nur das Thema "1. April" fehlt uns, denn:
"Wir suchen für dieses Projekt Designer, die uns Ihre Designvorschläge für mehrere Themenwelten im ersten Schritt kostenlos zur Verfügung stellen. Anschließend soll sich bei Gefallen der Designs eine konstruktive Zusammenarbeit ergeben." So stand's im Anschreiben der Herlitz PBS AG vom 30.05.2006. Ach ja, und es eilte: "Der Zeitraum für die Designs ist sehr eng bemessen, wir benötigen Ihre Vorschläge bis 16.06.06."
Sehr geehrte Damen und Herren bei Herlitz, aus der Sicht der Designer ist die nächste Pleite Ihres Unternehmens ein verschmerzbarer Verlust.
Webdesign für Heimwerker
Kürzlich erreichte uns eine Mail mit der Aufforderung: "Erstellen Sie Ihre Website in 5 Minuten". Was haben wir da gestaunt! Die AGD veranschlagt doch selbst für eine kleine Website mit einfacher Struktur mindestens 16 Stunden.
Das Rätsels Lösung findet sich auf der Website von WebsiteBox: "Mit Hilfe der 900 Modellseiten... können Sie... in 5 Minuten kreieren... derart professionell... für die Sie bei Webdesignern bis zu 5000 Euro bezahlen würden." Aha! Nach dem Bausatz-Prinzip bekommt der Kunde also für 34 Euro monatlich + 49 Euro Einschreibegebühr eine Website im Gegenwert von 5000 Euro. Wir finden, dass diese Idee höchst nachahmenswert ist – für Designer aller Sparten:
Die Texter haben es am einfachsten: Stellen Sie Ihren Kunden einfach das Alphabet zur Verfügung – für einen geringen Aufpreis auch inkl. Interpunktions- und Sonderzeichen - und jeder Kunde kann dann gegen übersichtliche monatliche Gebühren seine Texte selbst zusammenstellen. Webdesigner gehen bei WebSiteBox.com in die Lehre. (Besser als die können wir das richtige Vorgehen einfach nicht erklären.) Fotografen können auf ihrer Website etwa 1000 Portraitfotos zur Auswahl stellen; jeder Kunde sucht sich das Foto aus, das ihm am ähnlichsten sieht. Oder das, was ihm am besten gefällt. So kann er ganz einfach – gegen monatliche Gebühr – von Zeit zu Zeit sein Äußeres ändern. Das gilt auch für sein Büro und sein Haustier.
Wie bereichernd ist doch Do it Yourself-Design.
Logo gegen Heringsdosen
Im Jahr 2007 richtet die Stadt Cuxhaven das 27. Landesfest "Tag der Niedersachen" aus - und veranstaltet aus diesem Anlass einen Logo-Wettbewerb. Die besten fünf Teilnehmer dürfen sich "wertvolle Sachpreise im Gesamtwert von 2000 Euro" teilen, natürlich gegen Übertragung der ausschließlichen Nutzungsrechte. Die Kollegin aus Cuxhaven, der wir den Hinweis auf den Wettbewerb verdanken, vermutet, dass die Sachpreise in Heringsdosen ausgegeben werden. Wir vertrauen hier ganz ihrem Insiderwissen und wünschen: guten Appetit.
Sofort kaufen: Logo DeLuxe für 35 Euro
"Können Sie sich selber ein Bild von der Erscheinung Ihrer Marke
machen?" Das können die meisten ebay-Besucher natürlich nicht. Doch hier wird Ihnen geholfen. Und zwar von der Firma planito und mit 110%- iger Garantie. Welcher AGD Kollege kann das schon versprechen? Hinzu kommt: Das DeLuxe Logo ist innerhalb von 5 Werktagen da, frei von jeglichen Rechten Dritter und uneingeschränkt nutzbar.
Kein Logo von planito mehr abbekommen? Dann kaufen Sie eins bei der Konkurrenz. Allerdings gehen die Preise zum Teil in Schwindel erregende Höhen: Bis zu 119,- Euro werden verlangt. Dann vielleicht doch besser ein ganzes Corporate Design für 49,90 Euro? Wer keine Angst hat vor dem Risiko kann es auch mit einer echten Versteigerung probieren. Der günstigste Startpreis für ein "Firmenlogo vom Designer" liegt aktuell bei 10,99 Euro.
Die Redaktion ist zuversichtlich, dass die Qualität der Angebote ihrem Preis entspricht.









































