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Allianz deutscher Designer (AGD) e. V.

Anschrift

Steinstraße 3, 38100 Braunschweig, Telefon: +49 (0)531.16757, Telefax: + 49 (0)531.16989, Internet: http://www.agd.de

Moderation des AGD Forums

Oliver Schuh

Ab sofort wird das AGD Mitglieder Forum von Oliver Schuh moderiert. Wir freuen uns auf rege Beteiligung aller AGD Kolleginnen und Kollegen. [mehr für Mitglieder...]

Der AGD Imagefilm

Sreenshot AGD Imagefilm

Eine Diplomarbeit von Wolfgang Amboss und Patrick Weiser im Bereich Mediengestaltung an der FH Mainz. Viel Spaß beim Ansehen!

vier|viertel ist da!

Titel vier|viertel: Erotik und Design

Mit "Erotik und Design" wünschen wir Euch viel Vergnügen zum Jahresende und freuen uns auf freizügige Äußerungen im Forum.

Online-Special Recht zu vier|viertel

Geschmacksmuster-Schutz für Penis-Trillerpfeife? "Unanständig" sagt das Patentamt. [mehr...]

Langer Donnerstag

Eine Veranstaltungsreihe für Designer im Ruhrgebiet. [lesen...]

 

Wettbewerbsfaktor Design: Mehr Erfolg für Ihr Unternehmen

Diskussionsveranstaltung von "niedersachsendesign" auf der CeBit 2009 in Hannover

Zum Rahmenprogramm der Sonderschau Design mit kreativen und innovativen Produkten kleiner und mittlerer Unternehmen (die AGD war mit einer Vitrine vertreten) gehörte auch eine Veranstaltungsreihe. „Talk im Forum" am 6. März bot sich an als Treffpunkt und Kontaktmöglichkeit für Designer und Auftraggeber.

Auf dem Podium:
May-Britt Pürschel, Leiterin Referat Mittelstand, Dienstleistungen, Messen, Design im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, im Gespräch mit vier Designerinnen und Designern aus Niedersachsen. Ralph Wiegmann, Geschäftsführer der iF International Forum Design GmbH, moderierte die Diskussion.

Die Statements zu Beginn ergaben:
Design hilft, Unternehmen im Wettbewerb zu unterscheiden.
Erfahrene Auftraggeber wissen: Ein Produkt wird erfolgreicher, wenn der Designer von Anfang an Einfluss auf die Funktionalität hat.
Und: Die Kommunikation zwischen Designern und der Wirtschaft könnte besser sein.

May-Britt Pürschel hat sich vorgenommen, Kommunikationsblockaden zu beseitigen zwischen den „schwarz gekleideten Designern" und ihren potenziellen Auftraggebern im Mittelstand.

Friederike Plock-Girmann, Leiterin Lifestyle & Performance, Volkswagen AG, Wolfsburg: „Bei VW sind die Designer vom Anfang bis zum Ende des Prozesses dabei. Auch für Kleine und mittlere Unternehmen ist es wichtig, sich in einer frühen Phase beraten zu lassen."

Marcus Anlauff, Geschäftsführer von Mango Design, Braunschweig, AGD Mitglied:
„Für uns ist Benutzbarkeit der wichtigste Faktor. Es ist ein langer Prozess zu zeigen, dass Designer sich nicht nur an der Oberfläche bewegen."

Bob Giddens, geschäftsführender Gesellschafter der Used GmbH, Quakenbrück, appelliert an unsere Verantwortung: „Wir designen nicht nur für die satte, reiche Welt.". In der Gestaltung langlebiger, umweltfreundlicher Produkte und im Universal Design sieht er ein großes Potenzial.

Und wenn es um Kommunikation geht? Dazu Robert Glogowski, Referatsleiter Design beim BDG:
„Im Idealfall entwickelt der Designer die Idee ab der Existenzgründung mit. Kommunikationsdesigner arbeiten oft als Unternehmensberater – haben aber die Kompetenzzuteilung nicht."
Glogowski ist der Ansicht, die Sprache der Kommunikationsdesigner und die der Wirtschaft haben sich auseinander entwickelt. Wir würden hier als „Clowns und Künstler" dazu geholt, während in England oder Holland klar sei, dass mit Design viel Geld verdient werden kann. Im deutschen Mittelstand sieht er die Marketingabteilungen zunehmend schlechter qualifiziert. „Aber auch die Kollegen müssen dazu lernen".

Warum werden wir in Deutschland nicht verstanden? Wie schaffen wir es, das Bedürfnis nach Design stärker zu wecken? Und wie vermitteln wir dem Kunden, was auf ihn zu kommt und ob es sich für ihn lohnt?

Pürschel hält es für wichtig, dass die Multiplikatoren in den Verbänden das Thema bewerben. „Design muss vom Feuilleton in den Wirtschaftsteil. Die Designer müssen lernen, die Unternehmer in ihrer Situation abzuholen." Sie will Unternehmer und Berater zusammenbringen und verweist auf Fördermöglichkeiten für Unternehmen (bis zu 50 Prozent für Beratungsleistungen im Designbereich).

Links zur Designförderung in

Meinungen aus dem Publikum bei der anschließenden Diskussion:

Burkhard Remmers (Wilkhahn) kann den „kollektiven Minderwertigkeitskomplex" der deutschen Designer nicht verstehen. Er meint, deutsches Design sei doch international anerkannt und für Nachhaltigkeit berühmt, die Ausbildung werde weltweit geschätzt.

Eine Unternehmerin fühlt sich durch die Veranstaltung motiviert, mit Designern zu arbeiten. Wie wird sie die richtigen finden? „Über Marketingclubs oder andere Plattformen".

Ein Mittelständler hat sogar beim iF Award gewonnen. Für ihn war die Zusammenarbeit mit Designern ein großer Fortschritt und hat sich positiv auf den Umsatz ausgewirkt, die Kosten wieder hereingebracht.

Beim Thema Kosten bot es sich an, den AGD Vergütungstarif Design vorzustellen und für eine angemessene Vergütung im Designbereich zu plädieren. Das weckte Interesse vor allem auf Unternehmerseite – die entsprechenden Bestellungen sind hoffentlich inzwischen bei der Geschäftsstelle eingegangen.

Was sollten wir jetzt tun? Pürschel: Barrieren abbauen, auf den Marktplatz gehen, den Dialog starten. Sie würde sich freuen, wenn noch mehr Designer und vor allem Unternehmer die Website www.niedersachsendesign.de als Plattform nutzen und mit Leben füllen.

Gisela Sonderhüsken/cs

Bühne und Publikum