Designpreis Brandenburg 2008
Die Gewinner im Detail
Hier lesen Sie Informationen von den Gewinnern selbst und können sich auch bildlich einen Eindruck verschaffen.
Das AirPiano
Das AirPiano ist ein innovatives musical interface, womit man durch einfache Bewegungen der Hände in der Luft softwarebasierte Musikinstrumente spielen oder steuern kann.
Es stellt ein neues Konzept in der Interaktion zwischen Mensch und Computer und ein magisches Erlebnis für die Nutzer dar.
Hierbei ist die Bedienung des AirPianos sehr simpel und benutzerfreundlich. Sie erfolgt über virtuelle Tasten, die in einer Matrix in der Luft über dem AirPiano-Board angeordnet sind. Diese Tasten sind frei mit Noten, Samples, Effekten oder anderen Funktionen belegbar und werden durch die Berührung des Matrixfeldes angespielt.
Das AirPiano-Board gibt dem Benutzer die nötige Orientierung und zusätzlich ein visuelles Feedback. Eine eigens entwickelte und abgestimmte Software ermöglicht die einfache Einstellung des Gerätes.
Mit seiner Einfachheit lädt das AirPiano einerseits Anfänger zum spielen ein, fordert aber gleichzeitig Musikprofis zum experimentieren heraus und ist bei Liveauftritten für DJs und andere Künstler ein innovatives und aufregendes Show- und Performance-Element.
Das AirPiano ist jedoch nur ein Beispiel für die Nutzung der entwickelten virtuellen Matrix. Weitere Anwendungsbereiche sind jegliche Steuerung von technischen Geräten ohne eine direkte Berührung, wie z.B. Spielzeug und Computergames, Industriell und medizinisch genutzte Kontrolloberflächen (u.a. zur hygienischen Steuerung), Steuerungsgeräte für Menschen mit Behinderung und Therapieinstrumente.
Seit der Präsentation eines Protoyps des AirPianos auf der Hannover Messe und der Veröffentlichungen in den bedeutenden Online-Magazinen Create Digital Music und Engadget erhielt das AirPiano viel positives Feedback und begeisterte Zustimmung von tausenden Zuschauern und Interessenten auf der ganzen Welt.
Fraktur mon Amour
Fraktur mon Amour ist eine Liebeserklärung an die gebrochenen Schriften. Jahrzehnte lebten sie am Rand des Vergessens allenfalls auf Wirtshausschildern und in Zeitungsköpfen, heute feiern sie in Mode, Grafikdesign, Musik und Trendkommunikation eine fröhlich-freches Comeback. Sie zieren Shirts und Plakate, Szene-Flyer und nackte Haut. Und das, obwohl ganze Generationen behaupten, sie nicht lesen zu können und sich das Gerücht der ›Nazischrift‹ entgegen aller historischer Aufklärung hartnäckig hält.
Das typografische Kompendium »Fraktur mon Amour« stellt 333 gebrochene Schriften vor, darunter sowohl die schönsten Klassiker in originalgetreuen Zeichnungen als auch zeitgenössische Neuschöpfungen. Es lädt zum Entdecken des Formenreichtums ebenso ein, wie zur Renaissance und Connaissance der Fraktur. Das Kunstlederbändchen mit pinkem Blattschnitt öffnet die Türen zu Jugendszenen und vergessenen Schätzen, die beiliegende CD-ROM mit über 150 Fonts erlaubt es – auch dank der wichtigsten Satzregeln für gebrochenen Schriften – der Lust auf diese Schriften gleich freien Lauf zu lassen.
Fraktur mon Amour
zweite überarbeitete und erweiterte Auflage
Text deutsch | englisch
728 Seiten mit 333 kompletten Frakturzeichensätzen
schwarz und Tagesleuchtfarbe Pink
Format 12,45 x 20 cm
Flexcover aus schwarzem Kunstleder mit Siebdruck und dreiseitigem Farbschnitt,
zwei farbigen Lesebändchen. Mit einer CD-Rom für Mac und PC mit 150 Fraktur-Schriften
zur freien privaten und eingeschränkten kommerziellen Nutzung
ISBN 978-3-87439-748-3
www.fraktur-mon-amour.de
Ökologie & Sicherheit im Griff haben
Switch 2.1 ist das Lichtwerkzeug einer neuen Generation. Es vereint die Funktion der Türklinke und des Lichtschalters in einem Produkt.
So ist es möglich, nicht nur für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen, den Bewegungsablauf beim Betreten eines Zimmers, auf ein Minimum zu reduzieren. Durch das Drücken auf einen in der Türklinke integrierten Tasters wird mittels Unterputzempfänger bzw. Steckdosenadapters die gewünschte Lichtquelle im zu betretenden Raum im Vorhinein eingeschaltet. Somit wird auch einem Suchen des Lichtschalters und der damit einhergehenden Verletzungsgefahr bei Dunkelheit entgegengewirkt.
Mit Hilfe der Mastertürklinke, die im Regelfall an der Innenseite der Haustür montiert ist, werden beim Verlassen der Wohnung alle Geräte gleichzeitig ausgeschaltet. Es beinhaltet also einen Aspekt der Sicherheit (Bsp.: Ofen, Bügeleisen) und zudem einen ökologisch Aspekt, da Geräte, die sich im Standbymodus befinden, gänzlich ausgeschaltet werden.
Das Einsparpotential hinsichtlich der Standbyfunktion ist allein in Deutschland enorm. So wäre theoretisch
Grüne Technologie
Die energieautarke Funktechnologie ermöglicht neben der Lichtsteuerung auch ein Abschalten aller elektronischen Verbraucher mit Hilfe der Master-Türklinke. Die verwendete Technologie funktioniert nach dem Piezzoprinzip. D.h. Die Energie die beim Betätigen des Tasters aufgebracht wird, reicht aus um ein entsprechendes Funksignal zu versenden.
- Energieautark durch Bewegungswandler
- Kein Batteriemüll
- kein zusätzlicher Montageaufwand
- äußerst Langlebig
- sehr kurze Funktelegramme ( 1,4 ms)
Design
Die Gestaltung der technischen Komponente suggeriert dem Betrachter, dass es sich hierbei um eine Türklinke mit erweiterter technischer Funktion han¬delt. Die umrundende Fase und die Wahl des Materials, poliertes Aluminium, soll diesen Eindruck verstärken.
Eine klare Formensprache unterstreicht die funktio¬nale Gestaltung.
Der Griff selbst ist nach ergonomischen Gesichtspunkten und der formalen Einbe¬ziehung der Umgebung konzipiert und auf eine Grundform reduziert.
Die modulare Gestaltung lässt es zu, die Griffkomponente farblich auf die zur Verfügung stehende Tür anzupassen und somit dem individuellen Geschmack gerecht zu werden.
Potsdamer Pomologische Geschichten herausgegeben von Marina Heilmeyer
Äpfel fürs Volk
Gerd Schurig und Clemens Alexander Wimmer
104 Seiten, 142 × 185 mm, zahlreiche Abbildungen, vierfarbig, Festeinband, gefärbter Buchschnitt
ISBN 978-3-930752-21-8, 15 EURO
Äpfel fürs Volk erzählt davon, wie die märkischen Bauern sich einst gegen den Anbau von Äpfeln wehrten und wie die brandenburgischen Herrscher Generation für Generation versuchten, den Anbau zu fördern. Berühmt wurde die Vorschrift, daß ein Einwohner, der heiraten wollte, zuerst einen Obstbaum pflanzen mußte. Ein wirklicher Durchbruch gelang dem Kernobst aber erst im 19. Jahrhundert:
Die Landbevölkerung hatte den gewerblichen Nutzen erkannt, den die Obstproduktion für die Großstädte bringen konnte.
Beste Birnen bei Hofe
Lutz Grope, Gerd Schurig und Clemens Alexander Wimmer
104 Seiten, 142 × 185 mm, zahlreiche Abbildungen, vierfarbig, Festeinband, gefärbter Buchschnitt
ISBN 978-3-930752-29-4, 15 EURO
In alter Zeit kannte man in Deutschland keine Birnen, die in rohem Zustand genießbar waren. Was wir heute unter ›Tafelbirne‹ verstehen, wurde erst im 17. Jahrhundert aus Frankreich eingeführt. Dabei spielten Fürsten und Adel die Hauptrolle. Davon, daß Birnen höher geschätzt wurden als Äpfel, zeugen die kürzlich wieder hergestellten Lepèreschen Treibmauern in Sanssouci, ebenso wie Herrn von Ribbecks Birnbaum, der hier erstmals aus pomologischer Sicht beleuchtet wird.
Bittere und süße Orangen
Heinrich Hamann, Carsten Schirarend, Katrin Schröder und Gerd Schurig
96 Seiten, 142 × 185 mm, zahlreiche Abbildungen, vierfarbig, Festeinband, gefärbter Buchschnitt
ISBN 978-3-930752-41-6, 15 EURO
Portugiesische Seefahrer brachten die wohlschmeckenden süßen Orangen aus dem fernen Osten mit, deren deutscher Name, ›Apfelsine‹ von ›Apfel aus China‹, ihre Herkunft verrät. Man erfährt wie sich bittere und süße Orangen botanisch unterscheiden, wann und wie die ersten Glashäuser für Zitrusbäume und andere exotische Pflanzen, die ›Orangerien‹, gebaut wurden und welche Gärtnerkunst erforderlich war und was man aus den unreifen und reifen Früchten, den Blüten und Blättern an Süßigkeiten, Düften, Destillaten und Arzneien herzustellen vermochte. Von Friedrich II. und seiner besonderen Leidenschaft für Orangen und von der bis ins 19. Jahrhundert immer wieder erneuerten Beschäftigung mit dem Mythos der ›goldenen Äpfel‹ aus dem ›Garten der Hesperiden‹ wird in diesem Band berichtet.
Die Melonen der Monarchen
Gerd Schurig und Clemens Alexander Wimmer
104 Seiten, 142 × 185 mm, zahlreiche Abbildungen, vierfarbig, Festeinband, gefärbter Buchschnitt
ISBN 978-3-930752-27-0, 15 EURO
Die Melonen gehören wie Orangen und Ananas zu den Früchten, die in Mitteleuropa nur mit großem Aufwand an gärtnerischer Kunst zu erzeugen sind. Darum wurden sie seit der Renaissance ein Statussymbol der Fürsten und Herren. Die Melonen der Monarchen erzählt von den Bedürfnissen fürstlicher Tafeln und den Techniken und Sorgen der Gärtner, die sie zu bedienen hatten.
Kirschen für den König
Gerd Schurig, Michael Seiler und
Clemens Alexander Wimmer
96 Seiten, 142 × 185 mm, zahlreiche Abbildungen, vierfarbig, Festeinband, gefärbter Buchschnitt
ISBN 978-3-930752-18-8, 15 EURO
Die beliebte Reihe trägt dazu bei, scheinbar alltägliche Obstarten mit historischem Hintergrundwissen ganz neu zu sehen und so ihren Genuß zu vertiefen. Kirschen für den König erzählt von Kirschen (= Prunus avium und Prunus cerasus) mit besonderem Bezug zu Kultur, Bedeutung und Nutzung dieser Früchte am Hofe der Preußenkönige in Potsdam, wo vor allem die Könige Friedrich II., Friedrich Wilhelm II. und Friedrich Wilhelm III. Kirschen in ganz besonderem Maße schätzten. Da Importe von frischen Früchten aus südlicheren Ländern wegen der langen und schwierigen Reisewege und ohne Möglichkeit, die Waren während des Transportes kühl lagern zu können, unmöglich waren, war man auf die eigene Produktion angewiesen.
Maulbeeren – Zwischen Glaube und Hoffnung
Michael Seiler und Marina Heilmeyer
104 Seiten, 142 × 185 mm, zahlreiche Abbildungen, vierfarbig, Festeinband, gefärbter Buchschnitt
ISBN 978-3-930752-45-4, 15 EURO
Den Maulbeerbaum umgibt die Aura des Besonderen. In Berlin und Brandenburg findet man nur noch selten alte Exemplare des weißen Maulbeerbaumes, obwohl dieses Gehölz hier einmal zu hunderttausenden angepflanzt wurde. Ganz anders die höchst wechselvolle Geschichte der Kultur des weißen Maulbeerbaumes. Es ist die Geschichte des Luxusgutes Seide, getragen von Hoffnung auf Gewinn und enttäuschtem Fleiß, in die gleichermaßen große Könige wie Dorfschullehrer im wahrsten Sinne des Wortes versponnen waren. Von beiden Gattungen der Moraceae oder Maulbeerbaumgewächse erzählt dieser Band der Potsdamer Pomologischen Geschichten.
Der neueste Band der Reihe: Erdbeeren für Prinzessinnen mit Beiträgen von Michael Seiler, Clemens Alexander Wimmer, Gerd Schurig, Birgid Mory und Marina Heilmeyer
104 Seiten, 142 × 185 mm, zahlreiche Abbildungen, vierfarbig, Festeinband, gefärbter Buchschnitt ISBN 978-3-930752-48-5, 15 EURO
»Darum schick ich Dir eilig die Frucht voll irdischer Süße«
Mit diesen Worten lässt Goethe Frau von Stein ein Körbchen voller Erdbeeren übersenden, denn sie galten als geradezu königliches Geschenk. Wohl selten in der Gartengeschichte ist eine Pflanzenkultur wie die Edbeertreiberei so schnell verbreitet worden und von solchen Erfolgen gekrönt gewesen. In den königlichen Gärtnereien wie in den bescheidensten Bürgergärtchen, in Glaspalästen wie im kleinsten Mistbeetkästchen werden die Erdbeeren mit Erfolg gezüchtet. Die von den Hofgärtnern in Sanssouci in Töpfen gezogenen Erdbeeren teilten sich den Platz zunächst mit Ananas und Melonen bis sie in eigenen Erdbeerhäusern Unterkunft fanden. Von Sagen und Märchen und der symbolischen Bedeutung der Erdbeeren wird ebenso zu lesen sein wie von der Erdbeere als Heilpflanze, die sogar den berühmten Botaniker Carl von Linné von der Gicht befreit haben soll. Viele köstliche, historische wie moderne Rezepte verführen zum Erdbeergenuß.
10 Jahre DEFA-Stiftung
Kurzbeschreibung - 35 mm Kinotrailer
Erzählt wird die Geschichte des Nachfahren der DEFA. Es ist die Geschichte der DEFA-Stiftung hervorgegangen aus den Früchten der DEFA.
Wir sehen ein Biotop - die DEFA - bevölkert von seinen munteren Bewohnern. Ein aktives Völkchen bei dem einige lustige Dinge geschehen. Gleichzeitig sehen wir den Lebenszyklus dieses Biotops. Er wird symbolisiert durch die Blüte eines Gewächses. Dabei erleben wir die Abfolge aller Lebensphasen.
Die Knospen und das Aufbrechen der Blüte, die prächtige Entfaltung und das schließliche Verblühen. Das symbolische Ende der DEFA ist die Bildung von Samenkapseln aus diesen Blüten. Nun fällt eine Samenkapsel aus dem DEFA-Biotop auf fruchtbaren Boden. Aus dieser Kapsel wächst eine neue Pflanze, wobei sich die Pflanzenteile schnell in das Logo der DEFA-Stiftung morphen. Vergangenes - Neu Entdecken - Zukunft fördern. DEFA-Stiftung.
Alle Elemente des Gewächses und der Blüten sind animiert. Der Stil orientiert sich an botanischen Zeichnungen und Grafiken. Alle Bewohner und Dinge des DEFA-Biotops generieren sich aus kurzen freigestellten Sequenzen und Elementen von elf ausgewählten Filmen des DEFA-Filmstocks.
Insgesamt ist der Trailer eine kleine amüsante und muntere Kurzgeschichte, die jeder versteht.
Zusätzlich ergeben sich individuelle Metaebenen und Interpretationsmöglichkeiten. Durch die verwendeten Filmausschnitte können persönliche Erinnerungen ausgelöst werden. Durch Wissen über die DEFA-Geschichte ergeben sich verschiedenste Deutungsansätze des DEFA-Biotops.
Die Geschichte der DEFA-Stiftung kommuniziert sich an Zielgruppen mit und
ohne Kenntnis der DEFA-Filme und der DEFA-Geschichte.
buchstabenschubser 2008
Konzeption »Nikolaisaal Potsdam«
Zielsetzung
Den Nikolaisaal als offenes modernes Veranstaltungs- und Konzerthaus präsentieren. Ein innovatives Gestaltungskonzept für ein exklusives Konzert- und Veranstaltungshaus. Gesamtkonzeption: „Den Nikolaisaal lebendig werden lassen und den Besucher zum »Entdecker« werden lassen!“
Leistungen
Gesamtkonzept des neuen Öffentlichkeitsauftritts des Nikolaisaals Potsdam.
Festlegung der neuen Bildsprache für die Spielplanbücher 2004-2007; und folgende.
Gestaltung der Spielplanbücher 2004 – 2007, ca. 40 Monatsleporellos, Image-, Poeple- und Architekturfotografie, Plakate, Showwindows, Banner, Tickettaschen
- Spielplanbuch 2005 | 2006
Konzeption, People- und Architektur-Fotografie, Gestaltung
Der Nikolaisaal verbindet: Tradition und Moderne. Der einzigartige Umbau aus dem Jahre 2000 bildet interessante Kontraste: Nostalgie & zeitgenössische Architektur. “Jetzt ist es an den Besuchern, den ganzen Nikolaisaal zu entdecken und zu interpretieren.” (Stararchitekt Rudy Ricciotti) Die bewegte Geschichte des Hauses spiegelte sich auch in der neuen Vielgestaltigkeit des Programms ab 2006 wider. Die neuen Jahresprogramme reichen von Klassik bis zu Cross-Over-Veranstaltungen. Abwechslungsreich - aber immer niveauvoll. Bis 2005 wurde das Konzerthaus im Spielplanbuch mit monochromen Architektur-Strukturen oder realistischen Innenaufnahmen repräsentiert. Der neue Gestaltungsansatz bietet jetzt „Raum für Überraschungen“ und lädt den Leser Besucher zu einer interessanten Entdeckungsreise ein: Es werden farbige Motive verwendet. Fotoaufnahmen von Gästen des Hauses werden jeweils architektonischen Detailaufnahmen gegenübergestellt und verschmelzen geradezu mit diesen. Dadurch entsteht eine neue Bildsprache, welche dem neuen Selbstverständnis des Festspielhauses gerecht wird: Das Haus ist nicht länger »nur« eine interessante Kulisse. Jetzt werden die Besucher Teil des Konzepts. Sie entdecken. Sie erleben. Sie »sind« fester Bestandteil des Nikolaisaals. Der Umschlag des Spielplanbuchs ist eine Nachbildung der Hoffassade des Nikolaisaals, die Ausstanzung entspricht den schmalen Fensterformen jenes Fassadenausschnittes. Die Kategorie-Doppelseiten zeigen jeweils einen (besonderen) Teil des Nikolaisaal, den vor allem zwei Dinge ausmachen: Seine Architektur und die Menschen. Die Architektur-Fotografien sind original Nikolaisaal-Ausschnitte, keine Datenbank- Bilder, und betonen damit den authentischen Charakter des Spielplanbuches. Die People-Fotografien sind ebenfalls für dieses Projekt konzeptioniert und geshootet worden.
- Spielplanbuch 2006 | 2007
Konzeption, People- und Architektur-Fotografie, Gestaltung
Ziel war es, den Nikolaisaal bereits beim Lesen des Spielplanbuchs »erlebbar« zu machen. Der rote Samtumschlag lässt das „zur Handnehmen“ des knapp 150 Seiten starken Buches zum haptischen Erlebnis werden; die Silberprägung vermittelt die Wertigkeit des Festspielhauses und der Künstler der folgenden Spielzeit. Die Ausstanzung auf dem Umschlag entspricht der legendären Sitzform, die unverwechselbare Musterung der Bestuhlung im Saal wird sichtbar - der Leser kann bereits jetzt »einen Blick in den Saal« werfen. Den Nikolaisaal über die Grenzen der Mauern hinweg erleben! Die Kategorie-Doppelseiten repräsentieren die Verbindung von Natur und Musik, schlagen Brücken zwischen Tradition und Moderne, zwischen dem Konzert im Saal und dem Erlebnis im Kopf. Die Natur-Fotografie der Doppelseite zeigt einen dem Close-up des Musikinstrumentes in Form und Farbe entsprechenden Landschaftsausschnitt. Die verschiedenen Instrumente und Landschaften betonen den vielfältig kulturellen und internationalen Charakter des Nikolaisaals und seines Programms.
Modulhaus ar-che®
Seit mehreren Jahren beschäftigen sich die Wilde Metallbau GmbH & steeltec37 Th. Wilde mit der konzeptionellen Entwicklung von Gebäuden aus Metall und Glas.
Als Ergebnis dieser langjährigen Leidenschaft ist das außergewöhnliches Produkt
Modulhaus ar-che® zu sehen, welches einen besonderen „lifestyle“ reflektiert.
Der Entwurf wurde vom Designbüro „WIL│DESIGN“ geliefert.
Das Äußere des Gebäudes signalisiert kompromisslose Sportlichkeit und überzeugt durch Design, Modularität und energetische Signifikanz.
Modulhaus ar-che® hebt sich formal und funktional von bisher bekannten und eher biederen Gebäudeformen ab und setzt ein Zeichen durch den pointiert aufstrebenden First. Das äußere Erscheinungsbild deutet somit auf eine ruhige Moderne und gibt eine ganzheitliche Antwort auf eine anspruchsvolle Lebenseinstellung.
Entwickelt wurden die Bauwerke für Menschen, die neuen und modernen Wohnentwürfen gegenüber aufgeschlossen sind und auf individuelle Gestaltungsmöglichkeiten großen Wert legen.
Das futuristische und zugleich sportliche Modulhaus ar-che® wird in exklusiver Bauart als schwimmendes Haus („floating homes“) auf Stahlpontons sowie als Landvariante auf einer Bodenplatte angeboten.
Einfach anspruchsvoll wirkt der schnörkellose und zurückhaltende Baukörper.
Die Synthese einer modernen und hochtechnisch entwickelten Baukultur ist die Basis.
Durch den Einsatz edler Materialien setzt sich im Inneren die klare Linienführung fort und bietet Platz für Ideen.
Die Materialien Stahl und Glas ermöglichen, unter größter Ersparnis von Konstruktionsmassen, die Wände in große wärme- und schalldämmende Glasflächen umzuwandeln. Filigrane Konstruktionen arrangieren das gesamte Gebäude lichtdurchflutet und vermitteln eine besondere Komposition von Raum und Form und damit ein besonderes individuelles Lebensgefühl.
Die Einzigartigkeit der Designhäuser basiert auf einer freitragenden Konstruktion in Modulbauweise. Die freie Aufteilung der Grundfläche liegt in den Händen der Nutzer, da keine elementaren Zwischenwände, welche eine Innenraumgestaltung beeinflussen, erforderlich sind. Somit kann eine jede gewünschte individuelle Raumstruktur umsetzt werden.
Ein nahezu unbegrenzter Einsatz vielfältiger Materialien sowie energetischer Konzepte ermöglichen die Realisierung sehr guter Werte. Damit können die Nutzer des Gebäudes, innovativ und ökologisch zugleich, wohnen.
Zusammenfassend kann man sagen: ar-che® überzeugt durch Design, Modularität und energetischen Gewinn.
Für alle ar-che Systembauteile wurden innovative Fertigungstechnologien entwickelt, welche einen hohen Vorfertigungsgrad ermöglichen. Durch diese optimalen Bedingungen kann in sehr kurzer Bauzeit ein Modulhaus ar-che®, ob als Wohnhaus, Atelier oder Freizeithaus, errichtet werden.
Ähnlich den Bestellmodalitäten eines Automobils kann durch den Endkunden aus einem Bestellkatalog ein gewünschtes Traum - Modulhaus ar-che® mit allen Einzelkomponenten und Ausstattungsvarianten zusammengestellt werden. Die vorgefertigten Modulbaugruppen werden in Spezialtransportcontainer verladen und können ihre Reise zum Besteller überall auf dem Globus antreten.
Konstruktion und Ausstattung
Fachwerk-Rahmenkonstruktion für Wände und Decken aus Stahl- Rohrprofilen. Korrosionsschutz sowie Oberflächenbeschichtung nach Wahl des Bestellers. Mit einer Sonderkonstruktion werden gerade und gebogene Dach- und Wandsparren in dem Modulmaß 1,25 m verlegt. Für Dach- und Wandflächen werden raumseitig OSB „Oriented Strand Board“ in der Qualität Contifinisch mit innovativen Dampfsperrfolien als Klimamembrane verbaut. Die Errichtung der Wetterschale ist mit einer Metall-Design-Falzeindeckung oder Holzschindeln sowie allen weiteren geeigneten Werkstoffen und Materialien möglich. Die verglasten Giebel- und Fassadenflächen werden aus Spezial- Metallprofilen gefertigt. Die Wärme- und Schallschutz-Isolierverglasungen können auch mit einer reflektierenden Sonnenschutzbeschichtung, sowie farbig emaillierte und auch absturzsichere Spezialglasfüllungen aus Sicherheitsglas mit einem Ug- Wert 0,4 W/m² K ausgeführt werden. Alle senkrechten Glasflächen werden mit äußeren vertikal angeordneten Sonnenschutz-Lamellen aus Metall bzw. Holz ausgestattet. Die Errichtung der inneren Raummodule erfolgt in einer Trockenbauweise mit modernen Ganzglas-Türen und edlen Metallzargen. Die Räume werden mit hochwertigen Bodenbelägen wie Parkett, Natursteinplatten oder Fliesen errichtet. Das Badmodul erhält eine gehobene Ausstattung mit Kristallporzellan und erstklassigen Armaturen. Eine Designtreppe mit Geländer aus Edelstahl ist mit endversiegelte Fertigstufen aus Holz-Parkett belegt. Die Elektro-Installation erfolgt nach internationalen Standards mit einem gehobenen Ausstattungswert. Die Heizung bzw. Kühlung des Gebäudes kann durch innovative Technologien, z. Bsp. Wärmepumpensysteme und intelligenten technischen Systemen, z. Bsp. Wasser durchströmte Fassadenkonstruktion, realisiert werden. Durch ein Gebäudelüftungssystem erfolgt die kontrollierte Be- und Entlüftung des Hauses. Die Erzeugung des Warmwassers kann durch den Einsatz einer Solaranlage mit effizienten Röhrenkollektoren realisiert werden.
Versionen
Modulhaus ar-che® terra
Die Landhäuser werden individuell nach den Wünschen des Bestellers in Modulbauweise und nach den örtlichen Gegebenheiten geplant. Die Gründung der Bodenplatte mit Fundamentstreifen erfolgt als Flachgründung. Eine Sohlenplatte aus einem wasserundurchlässigen Beton mit einer Stärke bis 25 cm, gemäß der statischen Dimensionierung, wird vor Ort errichtet. Alle erforderlichen Medienleitungen werden durch das Erdreich in das Gebäude geführt. Durch die Errichtung des Kellers kann eine weitere Nutzebene geschaffen werden. Das Gebäude kann auch auf Säulen und Stützen als Pfahlbau errichtet werden.
Modulhaus ar-che® aqua
Die Wasserhäuser werden individuell nach den Wünschen des Bestellers in Modulbauweise und nach den örtlichen Gegebenheiten geplant. Die Gründung erfolgt durch ein Pontonsystem für schwimmende Modulhäuser als modularer Spezial-Koppelponton mit einer Bauhöhe von ca. 1,50 m und einer Basisbreite von ca. 9,50 m sowie einer Basislänge von ca. 9,00 m. Der Schwimmponton besteht aus 3 Stück Modulelementen, welche durch ca. 10.50 m lange Sonder- Traversen, Spezialrahmen und Diagonalausstrebungen zu einer starren Koppelpontoneinheit gefügt sind. Die max. Tragfähigkeit des Pontons beträgt 7,5 kN/m² und ist durch den Germanischen Lloyd, Germany zertifiziert. In Schiffsbauweise sind die Ponton- Schwimmkörper mit den erforderlichen Spanten, Schotten und Mann-Einstiegsöffnungen durch einen europäischen Schweißfachbetrieb hergestellt. Die Eignung des Korrosionsschutzsystems ist mit einer Prüfung und Zulassung durch das Institut für Korrosionsschutz in Europa nachgewiesen. Der Ponton ist mit allen sicherheitsrelevanten Besonderheiten, wie den erforderlichen Geländern und Zugangsleitern- und Überlegern, sowie Hilfs- und Rettungsmitteln ausgestattet.
Kontaktdaten:
Bei etwaigen Nennungen erbitten wir die folgenden Angaben;
Produkt: Modulhaus ar-che®
Entwurf: WIL│DESIGN K. Wilde
Visualisierung/Bild: Damien Jdanoff, virtual-architects
Entwicklung und Konzept: steeltec37 Th. Wilde, Hannoversche Straße 17, D-10115 Berlin
Hersteller: Wilde Metallbau GmbH, Finsterwalder Straße 15, D-03238 Massen
Adler 1500
Der neue mobile Hafenkran von Ardelt wurde für den Schüttgut- und Containerumschlag für mittelgroße Schiffe konzipiert. Im Gegensatz zu anderen Mobilkranen verfügt der Adler 1500 über ein Doppellenker Auslegersystem für hohe Umschlagleistung bei horizontalen Lastwegen und kurzen Pendellängen. Sein Hochportal gewährleistet den ungehinderten Verkehr auf der Kaianlage, da Abstützungen und Unterwagen entfallen.
Das Krankonzept sieht ein mobiles, breitenvariables Hochportal vor. Die Arbeitsspurbreite kann von 10,50 m auf eine Fahrspurbreite von 6,50 m verringert werden. Das Hochportal zeigt eine X-Struktur, seine abgeschrägten Schwenkträger und konischen Stiele setzen auf vier kräftigen Fahrwerksbalken auf. Das Hydraulikaggregat ist in einer Box seitlich zwischen den Schwenkträgern untergebracht, so dass weder das Lichtraumprofil des Portals noch der Drehkreis des Krans beschnitten werden.
Die Hydraulikleitungen und Kabelwege sind strukturiert in Rahmeneinheiten zusammengefasst, die für die Montage an Stielen und Schwenkträgern vormontiert werden.
Zur Erschließung des Krans ist ein Aufgang zum Schwenkträger an einem der vier Fahrwerksbalken aufgesetzt. Der Aufgang und der Übergang entlang des Schwenkträgers sowie das Ringpodest verfügen über Geländerrahmen mit Streckmetall-Füllungen. Dieses Material wird ebenfalls für alle Geländer an Wartungspodesten und Erschließungswegen sowie zusätzlichen Verkleidungen von Komponenten eingesetzt. Da sich Streckmetall aus bestimmten Blickwinkeln zu Flächen schließt, beruhigt es die Gesamtansicht des Krans.
Vier Überseecontainer in einer Rahmenkonstruktion zusammengefasst bilden das Maschinenhaus, das als Rucksack an die Säule angehängt ist. An seiner Rückseite befindet sich das Gegengewicht. Um den Drehradius des Krans zu minimieren, wurde es facettiert gestaltet. Das Maschinenhaus ist seitlich durch jeweils zwei abnehmbare Außenwände geschlossen. Diese Außenwände aus rahmenbewehrten Isolierpanelen gliedern den „Rucksack“ deutlich in zwei Etagen. Die Panele sind in Unternehmensfarbe lackiert und bieten Raum für die Anbringung der Produktgrafik (Typen- und Herstellerbezeichnung).
Auf gleicher Höhe des Maschinenhauses befindet sich die Krankabine in ihrer Parkposition. Kabine und Maschinenhaus bilden eine Einheit, die durch den Rhythmus der Streckmetallrahmen am Übergang zwischen Maschinenhaus und Kabine erreicht wird. Die Kabine ist über die obere Etage des Maschinenhauses zugänglich. In der Krankabine sind alle technischen Einbauten und Zusatzgeräte in Geschränken an der Kabinenrückwand untergebracht. So bietet der aufgeräumte Innenraum viel Platz für den Steuerstand. Die großzügige Frontscheibe ermöglicht uneingeschränkten Blick auf das Arbeitsfeld des Kranfahrers. Das Volumen des Steuerstands wurde auf ein Mindestmaß reduziert. Die Befehlsgeber sind nach Wichtigkeit und Werkzeuggruppen geordnet und zusammen mit den Joysticks auf den Steuerstandpulten untergebracht. Die Pulte sind höhenverstellbar, so dass im Zusammenspiel mit der Höhen- und Tiefenverstellung des Sitzes die optimale Arbeitsposition eingerichtet werden kann. Sekundäre Befehlsgeber sind auf ein zusätzliches Bedienpanel an der rechten Kabinenwand ausgelagert.
Eine Neuheit ist der höhenverstellbare Steuerstand. So kann der Steuerstand in jede gewünschte Position am Fahrweg gebracht werden. Zu Wartungszwecken sind auf diesem Wege auch die Wartungspodeste, die an der Rückseite der Säule montiert sind, zu erreichen. Die Säule selbst verjüngt sich zur Spitze und verleiht dem Kran eine schlanke Erscheinung im Kontrast zur kraftvollen Basis von Hochportal, Turm und Maschinenhaus. Der Drucklenker, als ein facettiertes Volumen anstelle einer Fachwerkkonstruktion gestaltet, erreicht eine hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht. Er ist das gestaltprägende Element des Krans. Im Zusammenspiel mit Zugstab und Ausleger zeigt der Kran eine moderne, dynamische Gesamterscheinung, welche den Adler 1500 als Produkt von Ardelt schon aus der Ferne erkennen lässt.
timescope






































